Möglicher Verkauf von Mitsubishi durch Nissan

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Am Sonntag, den 29.11.2020 gegen 14 Uhr geht das Forum kurzzeitig in den Wartungsmodus.
Es stehen einige wichtige Updates an, die zeitnah eingespielt werden sollen.
  • Nissan erwägt offenbar Verkauf von Mitsubishi-Beteiligung

    Laut einem Bericht versucht Nissan seinen 34-prozentigen

    Anteil am japanischen Partner zu verkaufen.

    Das hätte Auswirkungen auf die Allianz mit Renault.



    Handelsblatt


    Könnte das die Chance für Mitsubishi sein wieder innovativer zu werden ohne von Nissan/Renault zurechtgestutzt zu werden ?

  • Das dadurch die Innovationskraft Mitsubishi´s wieder steigt, halte ich für abwegig.
    Mitsubishi ist eine relativ kleine Automarke - .... inzwischen. Sie waren mal Japans drittgrößte Autobauer. Da waren sie interessant

    für Allianzen und Partnerschaften ( Hyundai, Daewoo, Daimler-Chrysler und später noch PSA und Volvo ). Aber das war alles mal.

    Wobei ihnen - aus meiner Sicht - die Allianz mit Daimler-Chrysler und deren Selbstbedienungsmentalität das Genick gebrochen hat.
    Das war der falsche Partner, sie hatten zu viele Freiheiten und die Japaner haben es einfach nicht gerafft, was da grade passiert.


    Wenn Nissan jetzt verkauft und Mitsubishi wieder eigenständig wird oder gar aus der Auto-Alliance mit Renault ausscheidet ( denn

    da sind sie nur über die Nissan-Beteiligung drin, Renault hält selbst keine Anteile ), dann gibts aus meiner Sicht nur eine Rettung für

    Mitsubishi als Automarke : Sie werden durch den Mutterkonzern "wieder aufgenommen" und "gefüttert" mit den notwendigen Mitteln,

    wieder innovativ zu werden. Da das aber nach dem Crash mit Daimler-Chrysler schon nicht passiert ist, habe ich da Zweifel, dass der

    Mutterkonzern größeres Interesse daran hat, für einen Geschäftszweig, der im Verhältnis zum Gesamtumsatz nur 7% beiträgt, eine

    Mehrheitsbeteiligung anzustreben und dieses kleine Seiten-Angebot zu erhalten.


    Ansonsten sehe ich da nur einen weiteren großen Partner, der sich wieder über eine Mehrheitsbeteiligung bei Mitsubishi einkauft und

    dann das Handeln bestimmt. Und damit hatten die Japaner in der Vergangenheit einfach kein Glück. Vielleicht können sie das einfach

    nicht ? Vielleicht fehlt den Managern bei Mitsubishi einfach das Rückrat sich auch mal durchzusetzen und zu fordern, statt immer

    nur kleiner Partner zu sein. Allerdings ist Mitsubishi als Automarke inzwischen zu klein, um von den meisten potentiellen Partnern

    noch was fordern zu können. Möglicher Weise sind sie sogar zu klein, dass sich irgendein größerer Partner noch für sie interessiert ?
    Dann sehe ich eine Kapitalerhöhung außerhalb Mitsubishi´s nur noch über einen Investor in Form dieser verschiedenen Hedgefonds.
    Diese haben allerdings den ruf, gerne Firmen zu zerschlagen und Renditen zu fordern, die utopisch sind, um erfüllt werden zu können,

    weil diese Hedgefonds von Managern geführt werden, die nur Zahlen auf Bildschirmen vor sich sehen, vom operativen Geschäft ein Auto

    zu entwickeln und zu bauen, null Plan haben. Denen ist auch egal, ob sie sich an einem Autobauer beteiligen oder an einer Firma, die

    Shampoo in Flaschen füllt. Die gucken einfach nur in die Bücher,..... Ist da was zu holen,.... und dann wird versucht das Unternehmen aus

    zu quetschen, möglichst effektiv. Produktivität erfordert Investitionen und ist ein langwieriger Prozess. Das steht dem Geschäftsmodell

    und der Strategie von Hedgefonds aber vollkommen entgegen.


    Wenn Nissan aussteigt, Mitsubishi wieder eigenständig wird, könnte dass der erste Schritt sein, dass die Marke stirbt - sicher nicht sofort,

    aber - so wie ich hier im Forum schon andernorts schrieb - auf die nächsten 20 Jahre gesehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich damit recht

    behalte wird durch diese Meldung gier grade deutlich höher.

  • Mitsu ist aktuell wie in der jüngeren Vergangenheit eher der Bittsteller, bitte kauft Anteile von uns. Und weniger die Ansager. Es gibt aktuell keine Kandidaten, die da wirklich Interesse hätten. Selbst wenn, dann hätten die ja selber arge Probleme. Und Kandidaten, die keine Probs haben, würden eher ihren Willen aufzwingen, wie damals schon Daimler.


    Aktuell das Unheilvolle Bsp Fiat-Chrysler-Dodge-Jeep.


    Wichtig finde hier:

    Zitat


    Die Nissan-Aktie legte nach dem Bericht um fünf Prozent zu, Mitsubishi kletterten um drei Prozent.


    Das könnte dann doch interessant werden, will / muss man sich vom Markt Fremdkapital holen.

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