Tesla,.... Welche Gefahren gehen von der Marke aus ?

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  • Ein etwa 15minutiger Bericht über Tesla, den Elektropionier in der Automobilbranche hat mich heute Nacht aufhorchen lassen. Der Bericht kam auf MDR Aktuell im Radioprogramm gegen halb elf abends und morgens kurz nach halb vier hab ich ihn nochmal gehört.


    Tesla hat nun einen Marktwert von über 300Milliarden Euro. Damit hat Tesla Toyota als wertvollste Automarke weltweit abgelöst. Der Marktwert ist höher als der der deutschen Autokonzerne Volkswagen, Mercedes und BMW zusammen. Und dabei hat Tesla es Grade Mal 4 Quartale in seiner fast zehnjährigen Existenz geschafft in die Gewinnzone zu gelangen. Im letzten Quartal, das nun zu Ende ging und als eines der erfolgreichsten gilt, wurden 91.000 Fahrzeuge weltweit verkauft. Das verkaufen VW und Toyota jeder für sich nahezu pro Woche.


    Zudem ist in weiten Teilen ungeklärt, was mit den Altakkus passiert, wenn die Fahrzeuge auf den Schrott landen. Bereits jetzt schleppt Tesla einige Klagen mit sich herum, wegen Autos der eigenen Marke, deren Akkus an der Ladesäule oder nach Unfällen Feuer fingen. Die vorliegenden Fälle, auch in der EU passiert legen auf eklatante Weise eine Folgeerscheinung offen, mit der sich Hersteller und Politik bisher zu wenig auseinander gesetzt haben. Und die Zeit rennt, denn die ältesten Teslas werden nun bald 6-7 Jahre alt und die Lebensdauer der damals verbauten Akkus wird mit 8-10 Jahren erwartet. Ein Auto wird in Deutschland durchschnittlich 7-12 Jahre alt, wobei die Lebenserwartung bisher bei Konventioneller Technik im wesentlichen durch Materialverschleiß in Abhängigkeit zur Nutzung, Fahrverhalten und Fahrzeugpflege bestimmt wurde. Bei Elektroautos kommt mit der von vorn herein begrenzten Lebensdauer der Akkus eine neue Einschränkung hinzu.


    Analysten räumen inzwischen offen ein, das der Marktwert des Unternehmens spekulativ überhöht ist und real bis zur Hälfte oder gar mehr niedriger einzuschätzen ist. Inzwischen gibt es immer mehr Börsenteilnehmer, die gegen Tesla und auf einen Crash der Aktie rechnen.

    Nach dem Wirecard Skandal wird deutlich was eine wirtschaftsliberale und wenig regulierende Politik mitzuverantworten hat. Bei einem Crash eines 300 Milliarden-Unternehmens jedoch sind Nachbeben bis in die Zivilgesellschaft zu erwarten. Wirecard umfasst einen Finanzschaden von bisher angenommenen 3,2 Milliarden. Bei Tesla reden wir vom Hunderfachen. Zum Vergleich, die Pleite der Lehmann Bros. Welche die weltweite Wirtschafts-und Finanzkrise 2008 auslöse, erzeugte Folgeschäden und ungelöste Verbindlichkeiten von 200 Mrd. Dollar ( ca. 70 Mrd. Allein in den USA).


    Was kommt da auf uns zu, wenn diese Spekulationsblase platzt.

  • Och, wieder ein Dax von 4.000. Habe damals 2008 gut investiert, jetzt steht er trotz Corona auf guten 12.000.


    Was meint ist Du denn mit wirtschaftsliberaler und wenig regulierender Politik? D, EU, Worldwide? Mehr Planwirtschaft?


    Umweltbezogen allerdings sehe ich auch nicht alles liberal. Allerdings macht mir da eher der Radioaktiv-Müll, der in Russland seit 30 Jahren in Fässern unter freiem Himmel vor sich hinrottet und die komplette Abholzung des Regenwaldes mehr Sorgen. Die Akku-Entsorgungsprobleme von Tesla schrecken mich um 4 Uhr morgens aktuell nicht auf.

  • Tesla ist an der Börse eine Blase. Blinde Analysten empfehlen noch blinderen Anlegern ein Papier, das bis heute keinen Gegenwert darstellt. Was kann denn ein Unternehmen wert sein, das außer ein paar mickrigen Quartalsgewinnen noch niemals einen Jahresüberschuss erwirtschaftet hat?


    Die schwimmen seit Jahren auf einer Optimismuswelle. Toyota und Mercedes haben sich als Anteilseigner schon vor Jahren verabschiedet, wird wohl seine Gründe gehabt haben. Das heiße Luft auf Dauer nicht funktioniert, sieht man gerade an Wirecard. Da ist zwar auch Betrug im Spiel, aber der konnte viel zu leicht jahrelang vertuscht werden. Tesla vertuscht aber nicht einmal die Verluste, sie generieren nur ständig neue Hoffnungen mit Stückzahlen und neuen Modellreihen.


    Wenn ein US-Unternehmen abstürzt, trifft das die US-Börse, den Rest der Welt tangiert das eher wenig. Zulieferer und Gläubiger trifft es am härtesten.

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    Man lebt nur kurz und einmal.

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