Japan will eigenen "Airbus" bauen - Mitsubishi beteiligt

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  • Japan will Airbus mit neuem Flugzeug Konkurrenz machen

    Mit umgerechnet 31 Milliarden Euro wollen der japanische Staat und die Industrie ein neues Flugzeug entwickeln. Es soll bis 2035 fertig sein und einen neuen Antrieb nutzen. Wie auch Airbus.

    Japan betrachtet das Scheitern des Mitsubishi Spacejet als Chance. Hersteller Mitsubishi Aircraft beendete das Projekt, das 2008 gestartet war, Anfang 2023, noch vor dem Start der Serienproduktion. Probleme bei der Entwicklung, lange Verspätungen und hohe Verluste hatten dem Programm den Garaus gemacht.

    Aus den gemachten Fehlern will Japan Lehren ziehen – und die auch anwenden. So sagte Kazuchika Iwata, stellvertretender Minister für Wirtschaft, Industrie und Handel am Mittwoch (27. März) laut der Zeitung Nikkei Asia: «Es ist unsere Mission, öffentliches und privates Wissen und die Erfahrungen, die wir durch den Spacejet gemacht haben, zu nutzen.» Nutzen für Entwicklung und Bau eines ganz neuen Flugzeuges.


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    Neues Flugzeug mit neuem Antrieb geplant

    Entstehen soll es durch eine Kooperation von Staat und Privatsektor, die zusammen umgerechnet 31 Milliarden Euro investieren wollen. Auch die Entwicklung des Spacejet war einst mit staatlichen Forschungsgeldern gestartet und dann von Mitsubishi Aircraft umgesetzt worden. Dagegen sollen sich am Entwicklungsteam des neuen Flugzeuges neben Flugzeugbauern auch Firmen wie Luftfahrtzulieferer und Autohersteller beteiligen. Sogar für Kooperationen mit ausländischen Unternehmen zeigt Japan sich offen.

    Geplant ist eine neue Antriebsart. «Es ist noch nichts Konkretes entschieden, aber zu den Möglichkeiten gehören hybrid-elektrisch, Wasserstoffverbrennung, Wasserstoff-Brennstoffzellen – das sind mögliche Technologien der nächsten Generation, die wir untersuchen und deren Erforschung wir vertiefen wollen», sagte ein Vertreter des Ministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Startklar soll das neue Flugzeug 2035 sein.


    Erfahren mit Brennstoffzellen

    Damit schwingen sich Japan und seine Industrie gemeinsam zum Konkurrenten für Airbus auf. Denn auch der europäische Flugzeugbauer hat sich das Jahr 2035 als Ziel gesetzt, um ein Passagierflugzeug mit einem neuartigen Antrieb auf den Markt zu bringen.

    Für Japan dürfte das Wissen der Autohersteller von großem Nutzen sein, da Unternehmen wie Toyota viel Erfahrung mit Wasserstoff und Brennstoffzellen haben. Zudem kennen sich die Luftfahrtzulieferer, die Airbus und Boeing beliefern, gut mit Verkehrsflugzeugen aus.


    Japans großer Traum von Verkehrsflugzeugen

    Aber genau mit diesem Zulieferer-Status will sich das Land nicht mehr zufriedengeben. «Wir streben an, unsere Luftfahrtindustrie davon wegzubringen, ein Zulieferer von Teilen zu sein, hin zu jemandem, der Initiative ergreifen und Produkte mit Mehrwert anbieten kann», sagte der stellvertretende Verkehrsminister Kazuchika Iwata.

    So ist das neue Flugzeugprojekt ein neuer Anlauf für Japans großen Traum, wieder Verkehrsflugzeuge zu bauen. Zuletzt war das von 1962 bis 1974 der Fall, als die Nihon Aircraft Manufacturing Company die NAMC YS-11 mit Platz für 64 Fluggäste baute. Bereits tätig ist Japan heute auf dem Markt der militärischen Flugzeuge (Kawasaki XC-2, Kawasaki P-1), der Such- und Rettungsflieger (Shinmaywa US-2) sowie der Businessjets (Hondajet).


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    Mit umgerechnet 31 Milliarden Euro wollen der japanische Staat und die Industrie ein neues Flugzeug entwickeln. Es soll bis 2035 fertig sein und einen neuen…
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