Schluss mit der Zeitverschwendung !

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    Fake Work:
    Schluss mit der Zeitvergeudung !

    Der Tag fühlt sich voll an, der Kopf auch – und am Ende ist nichts geschafft. Mit Fake Work machen sich Menschen das Leben schwer. Doch das lässt sich ändern.

    In meinem Notizbuch sind sehr viele Häkchen. Das ist gut, denn ich habe in manchen Wochen viele kleine Einzelposten zu erledigen. Es ist aber auch ein Problem, denn da, wo so langsam mal dringend Häkchen sein sollten, da sind keine. Ich war konzentriert und beschäftigt, ich habe alles Mögliche geschafft – aber das, was sein muss, das wartet geduldig auf mich. Mist.

    Als „Fake Work“ wird diese Beschäftigungstherapie bezeichnet: vorgetäuschte Arbeit. Fake Work bezeichnet zum Beispiel Meetings, in denen Sitzung um Sitzung nichts erreicht wird, die aber der Ordnung halber stattfinden müssen und in denen Menschen sich die Gehirnzellen plattsitzen. Fake Work ist es, erst einmal eine elegante Stilvorlage für ein Konzeptpapier zu erstellen, Stunden über Stunden Abstände einzurücken und Bilder zur Illustration zu suchen – doch dann gibt es noch immer kein Konzept, das drin stehen kann.

    Meine schlimmsten Fake Work sind derzeit regelmäßig mehrere Seiten lange Schreiben von Ämtern, die ich lese und nach denen ich sagen kann: Es steht nichts Neues drin. Eigentlich müsste ich die Bearbeitungszeit in Rechnung stellen und am anderen Ende wurde auch jemand bezahlt, diese Briefe zu schreiben. Danke Bildungsverwaltung.

    Bekannt wurde die Idee der Fake Work durch die amerikanischen Unternehmer Brent D. Peterson und Gaylan W. Nielson. Sie schrieben ein Buch mit eben diesem Titel und beklagen darin die Verluste der vorgetäuschten Arbeit. Die verlorene Produktivität ist teuer. Und dazu kommt, dass Mitarbeiter*innen sich daran gewöhnen. Sie schätzen ihre eigenen Anstrengungen dann weniger. Das Gefühl dahinter: Es lohnt sich nicht, sich reinzuhängen. Vielleicht wird das Meeting, in dem ich präsentieren soll, eh gecancelt. Oder die Vorgesetzten starren die ganze Zeit auf ihre Telefone. Der Report, den ich in liebevoller Detailarbeit zusammengestellt habe, wird am Ende nur überflogen.


    Die so klug und down-to-earth klingende Manager-Frage „Was davon muss ich wissen?“ ist dann nur noch der herablassende Umgang mit der Arbeit eines Menschen. Und sie zerstört die Motivation.

    Die gute Nachricht: Die meisten der derzeit zu Hause arbeitenden Arbeitnehmer hat nur zu einem geringen Teil das Gefühl, dass Homeoffice ihren Anteil an Fake Work vergrößert. Von rund 250 Menschen gaben mehr als 75 Prozent an, dass sich nichts änderte oder die Fake Work eher weniger wird.

    Insbesondere Selbstständige antworteten, dass es das Phänomen bei ihnen seltener gebe. Fake Work, so lernen wir, ist eher etwas, das passiert, wenn Menschen ihre Selbstbestimmtheit abgeben müssen. Und damit keine Prokrastination, sondern ein Reibungsverlust.

    Was also tun? Beginnen wir direkt in der Chefetage:

    1. Fordert keine Berichte ein, die euch nicht interessieren.

    Ja, die Kolleg*innen brauchen einen detaillierten Einblick in ihre eigene Arbeit. Doch Reports einzufordern, die eine Führungskraft nicht interessieren, ist eine Aufforderung zur Fake Work. Chef*innen, die die Arbeit ihrer Leute nicht ernst nehmen, zeigen ihnen damit, dass sie sie selbst auch nicht ernst nehmen müssen.

    2. Ziele? Ja. Ergebnisse? Ja. Aber vergesst den Nutzen nicht.

    „Wofür ist es gut?“ – diese Frage wird bei der Organisation von Arbeit allzu oft vergessen. Doch jede Aufgabe und jeder Auftrag kann an ihr gemessen werden. Der Azubi soll das Lager aufräumen? Klar – damit alle in der Firma schneller finden, was sie brauchen. Der Assistent soll einmal in der Woche Produktionszahlen rumschicken? Dann nutzt die Frage: Warum eigentlich? Lautet die Antwort: Damit alle informiert sind – dann frage ich zurück: Und werden sie die E-Mail öffnen? Werden sie etwas mit den Zahlen tun? Wird dadurch etwas besser? Lautet die Antwort nein, dann kann der Assistent auch klüger beschäftigt werden.

    3. Lernt, zu hinterfragen

    Es ist gut, wie es ist. Diese Einstellung ist gut fürs Seelenheil. Sie ist allerdings nicht gut fürs Geschäft. Wenn ihr fest daran glaubt, dass das, was ihr tut, ideal ist, und wenn ihr eure Mitarbeiter im Kern nur mit Projekten beschäftigt, um das zu bestätigen – dann lasst es doch. Wenn ihr mit dem Status quo zufrieden seid und Veränderung für grundsätzlich unnötig haltet, dann könnt ihr eurer Firma anders einen viel größeren Dienst erweisen: Kündigt. Ihr seid für eure Posten ungeeignet.

    4. Werdet kreativer

    Einmal habe ich für einen Vorgesetzten einen Aktenschrank sortiert. Zwei Wochen später bat er mich, es erneut zu tun. Ich wies darauf hin, dass mit den Akten alles in Ordnung sei. Er sagte: „Trotzdem.“ Das lag nur daran, dass er zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, wie er mich sonst hätte beschäftigen sollen. Ich hätte lernen können. Ich hätte recherchieren können. Meine Lektion aus dieser Geschichte: Ich muss nicht jede Person, die für mich arbeitet, jederzeit beschäftigen können. Aber will ich verhindern, dass sie wenige Wochen später kündigt, dann sollte ich ihr auch keine Bullshit-Aufgaben zuweisen. Wenn jemand nichts zu tun hat, dann werdet kreativ. Oder fragt sie, was sie für eine sinnvolle Aufgabe hielte. Doch müssen Mitarbeiter bezahlt werden, obwohl gerade nichts anliegt, dann dient Fake Work nur dem Gefühl des Auftraggebers. Sie dient nicht der Arbeit.

    5. Findet kluge Formate

    Im Buch „Fake Work“ schlagen Peterson und Nielson vor, klügere Formate für Berichte zu finden. Wenn ihr eh nur die Zusammenfassung lest, dann fordert doch von vornherein nur sie ein. Wenn ihr dann Fragen habt, könnt ihr sie immer noch stellen.

    Fake Work ist gefährlich für jedes Unternehmen, weil sie nicht nur Arbeitszeit kostet, sondern sehr bald auch Mitarbeiter*innen. Sie werden entweder tatsächlich kündigen – oder nur innerlich. Beides problematisch. Fake Work verhindert ihr, indem ihr eure Arbeitszeit wertschätzt. Und immer wieder hinterfragt: Wofür ist das hier gerade gut?


    https://t3n.de/news/fake-work-…ocket-newtab-global-de-DE

    Du sollst nicht stehlen....,
    Du sollst nicht lügen.....,
    Du sollst nicht betrügen...,
    Du sollst nicht töten....,
    Du sollst nicht mit Drogen handeln...,
    ..... die Regierung deines Landes hasst Konkurrenz !