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vogti

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Wednesday, July 3rd 2019, 10:19am

1990er bis 2000er Jahre: vom ersten Mitsubishi EV-Prototyp bis zur heutigen Marktführerschaft

Pressemitteilung • Jul 02, 2019 17:25 CEST

Durch eine 24-Stunden-Rekordfahrt für Elektrofahrzeuge bekommt Mitsubishi 1999 einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde

2006 startet das legendäre Electric Vehicle (i-MiEV) als erstes elektrisches Serienmodell

Teil zwei einer fünfteiligen Serie zur 50-jährigen Expertise von Mitsubishi Motors im Bereich Elektromobilität (Teil 1 der Serie)



Mitsubishi Motors kann auf dem Weg in die E-Mobilität auf eine lange Tradition und viel Erfahrung durch eine stattliche Evolutionsreihe elektrifizierter Fahrzeuge und Prototypen zurückblicken. Der Outlander Plug-in Hybrid ist in dieser Reihe ein wichtiger Meilenstein, aber lange nicht der erste. Er ist in der heutigen Zeit nicht nur Marktführer bei den Plug-in Hybriden in Deutschland, sondern insbesondere auch Vorbote für eine breite zukünftige Modellpalette mit vollelektrischen oder Plug-in-Hybridantrieben. Der Weg von den ersten Arbeiten an batterieelektrischen Antrieben bis hin zum aktuellen Meilenstein führte über Prototypen, EV-Kleinserien und verschiedene Batterie-Entwicklungsstufen. In diesem Teil der Serie werden die wichtigsten Meilensteine von Mitsubishi Motors in den 90er Jahren thematisiert.

Rückblick: von den Anfängen bis 1995
Die 1966 getroffene Vereinbarung zwischen Mitsubishi Heavy Industries und Tokyo Electric Power Company (EPC) bilden den Anfang der Evolutionsreihe, deren Ergebnis 1971 ein Prototyp und eine spätere Kleinserie des Typs E13-EV (basierend auf den Serienmodellen Minica und Delica) war. Das erste leichte Nutzfahrzeug mit Elektroantrieb (ein Lancer Van EV) und Nickel-Cadmium-Batterie sowie zwei Libero EV-Modelle lieferte Mitsubishi Motors 1991 aus. 1994 stießen die Entwickler auf die Lithium-Ionen-Zelltechnologie und entwickelten den Mitsubishi HEV Plug-in-Hybrid-EV auf Basis des Kompaktvans Space Wagon. 1995 unterzeichnete die Mitsubishi Motors Corporation, als erster Automobilhersteller überhaupt, einen Fahrzeugprüfvertrag mit einer kalifornischen Regierungskommission und lieferte dazu drei Testfahrzeuge des ersten Plug-in Hybrids.

1993: ein Hybrid mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h
Ein weiteres wichtiges Glied in der elektrifizierten Evolutionskette war der Mitsubishi ESR (Ecological Science Research) aus dem Jahr 1993 – ein Hybrid-Elektrofahrzeug, bei dem ein 70 kW (95 PS) starker Drehstrom-Induktionsmotor die Vorderräder und ein 1,5-Liter-Benzinmotor im Fahrzeugheck ein Generatorsystem antrieben. Als elektrischer Energiespeicher dienten 28 Alkali-Mangan-Batteriezellen im Fahrzeugboden, die nicht nur vom Generator, sondern zusätzlich durch Rekuperation beim Bremsen und von Solarzellen im Fahrzeugdach gefüttert wurden. Dass der ESR mit bis zu 200 km/h durch die Landschaft rauschen konnte, war auch ein Verdienst seiner ausgefeilten Aerodynamik: Mit einem cw-Wert von nur 0,25 bot er dem Fahrtwind kaum Angriffsflächen.

Dezember 1999: 24-Stunden-Rekordfahrt mit Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde
Im Dezember 1999 mündete die Forschung und Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Batterietechnologie unter anderem in eine 24-Stunden-Rekordfahrt für Elektrofahrzeuge, durchgeführt auf dem Mitsubishi Motors Prüfgelände im japanischen Okazaki. Hauptdarsteller der Veranstaltung war ein elektrifizierter, von Lithium-Ionen-Mangan-Batterien befeuerter Prototyp des Sportcoupés Mitsubishi FTO. Mit jeweils 50-minütigen „Stints“, unterbrochen nur durch 20-minütige Schnellladepausen, hatte der FTO insgesamt 899 Runden absolviert, dabei exakt 2.142,3 Kilometer zurückgelegt und den bestehenden Rekord um 442,3 Kilometer übertroffen. Der gerechte Lohn: ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.

„In-Wheel“-Radnabenmotor als nächster Schritt – 2005
Von da an nahm die E-Mobilität bei Mitsubishi Motors noch schneller an Fahrt auf. Einen entscheidenden Beitrag dazu leisteten Innovationen wie der elektrische „In-Wheel“-Radnabenmotor – eine smarte Antriebslösung, bei der sich die Elektromotoren idealerweise dort befinden, wo ihr Antriebsmoment wirken soll – direkt am beziehungsweise im Rad. Über diese Antriebstechnik verfügte der 2005 vorgestellte Colt EV, bei dem zwei jeweils 27 kW (37 PS) starke, direkt auf den Radnaben der Hinterräder angeordnete In-Wheel-Elektromotoren beachtliches Temperament generierten. Das abgeänderte Verbrenner-Packaging machte aus dem vormals vorderradgetriebenen Serienmodell einen putzmunteren Hecktriebler, der zudem auf mechanische Komponenten wie Getriebe und Antriebswellen verzichten konnte und dadurch auch Gewichtsballast über Bord warf. Auch der Allradsportler Lancer Evolution kam dank dieser Technik zur Zusatzbezeichnung „MiEV“ – wobei in seinem Fall an jedem Rad ein rüstiger In-Wheel-Motor mit 50 kW Leistung wirkte, was den elektrifizierten Sprinter in der Summe 200 kW (272 PS) stark und 180 km/h schnell machte.

Der nächste Entwicklungsschritt bestand in der Integration des In-Wheel-Motorenkonzepts ins Gesamtpaket von Fahrzeugen, wie sie Mitsubishi Motors auf dem Genfer Automobilsalon 2006 in Gestalt der Studie Concept-EZ-MIEV vorführte – einer 3,70 Meter langen „Raumkapsel“ für den urbanen Verkehr, die eine maximale Innenraumkapazität bot.

2006 E-Start ins wahre Leben: Serienproduktion des Electric Vehicle (i-MiEV) läuft an
Als Mitsubishi Motors sicher war, dass Batterie-, Antriebs- und andere EV-Schlüsseltechnologien marktreif waren, kündigte das Unternehmen im Oktober 2006 den Start des Projekts „i-MiEV“ an, das schließlich zum Mitsubishi „i-MiEV“ bzw. Mitsubishi EV führte: dem weltweit ersten Serien-Elektrofahrzeug im Modellangebot eines Großserienherstellers.


Im nächsten Teil der Serie zur 50-jährigen Expertise von Mitsubishi Motors im Bereich Elektromobilität wird das Fahrzeug thematisiert, das in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen auf dem deutschen Markt feiert.
Quelle MMDA

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