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Onlineabstimmung - MFF "Auto des Jahres 2020" - alles weitere im Abstimmungsthread.

Februar 2021- Rettet den Diesel! - alles weitere im Gewinnspiel - Thread.
MFF - WINTERBISHI - 2021 - alles weitere im Teilnahme - Thread.

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    Wieso schminken sich Männer so selten?

    Youtuber Alex spricht darüber, seit wann er sich schminkt und warum Glitzer nicht unmännlich ist.

    Influencer Alex schminkt sich fast jeden Tag – Make-up, Puder und Concealer gehören zu seiner Routine im Bad. Das ist für Männer nicht selbstverständlich. Im Podcast sprechen jetzt-Redakteur*innen Raphael und Sophie mit Alex darüber, was Schminke mit Geschlechterrollen zu tun hat, seit wann er sich schminkt und wieso er Make-up liebt. Außerdem macht Raphael während der Aufnahme seine ersten Schminkversuche.

    Podcast-Adresse :
    https://www.jetzt.de/podcast-q…srG3TJb1l2jPYPcT3nBQZPmtY

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    Renault R5 Prototype (2021): Preis & Reichweite
    Renaults elektrische R5-Studie

    Der von dem gleichnamigen Kleinwagen aus den 1970er-Jahren inspirierte Renault R5 Prototype (2021) soll exemplarisch für die neue Ausrichtung der Marke stehen. Mit welcher Reichweite und zu welchem Preis das Elektroauto startet, ist bislang offen.

    Mit dem elektrischen Renault R5 Prototype (2021) geben die Franzosen einen ersten Ausblick auf das Comeback ihres erfolgreichen Kleinwagens aus den 1970er-Jahren. Das Design der Elektroauto-Studie orientiert sich dabei ganz klar an dem des ikonischen R5, interpretiert es mit geglätteten Flächen und futuristischen Details aber ganz klar neu. So verbirgt sich etwa da, wo früher der sportliche Lufteinlass auf der Motorhaube saß, jetzt der Anschluss für das Ladekabel. Außerdem sollen die Frontpartie, das Textildach und die Trikolore an den Außenspiegelgehäusen den französischen Charme der Marke versprühen. Laut Renault sind die Oberflächen und Materialien des Renault R5 Prototype (2021) von der Welt der Elektronik, des Möbeldesigns und des Sports inspiriert.

    PREIS & REICHWEITE DES RENAULT R5 PROTOTYPE

    Zu welchem Preis und mit welcher Reichweite der Renault R5 Prototype (2021) vermutlich 2024 als Serienmodell den Start gehen könnte, ist bislang offen. Dass der neu aufgelegte Kleinwagen eines der 14 neuen Modelle ist, die Renault mit der Strategie "Renaulution" angekündigt hat, halten wir aber für äußerst wahrscheinlich. Die Franzosen könnten bei der Technik schließlich auf Elektromotoren zurückgreifen, die bereits bei anderen Modellen zum Einsatz kommen. Sollten sie sich bei ihrem erfolgreichsten Elektroauto, dem Renault Zoe bedienen, würde das für den Renault R5 Prototype (2021) eine Leistung von bis zu 135 PS und eine elektrische Reichweite von bis zu 390 Kilometer bedeuten.


    Auto-Motor-und-Sport

    Die Gebühr für das abheben von Geld wird kommen. Denn der Leitzins der EZB ist ja schon 0,0%. Normal kostet so eine Krise wie die jetzige im Leitzins zwischen 4-6%. Aber wohin will die EZB noch senken, wenn wir schon bei Null sind ? Die Lösung kann dann nur der Minus-Zins sein, der jetzt als nächstes kommen wird.

    Das heisst, dass Guthaben künftig nicht mehr belohnt werden, sondern Gebühren kosten. Wer Geld auf kontos liegen hat, wird dafür sozusagen Miete zahlen müssen. Das führt zu einer Geldverbrennung. Und wenn sie nicht aufpassen, kann daraus eine Spirale werden, die sich immer schneller dreht.

    Wie viele Impfdosen gewinnt Deutschland eigentlich wenn man statt 5 nun 6 aus einem Glas zieht?


    Mit Sicherheit wird die Bundestagswahl auf 22 verschoben, wenn nicht genug geimpft sind. Wer also dieses Jahr die Regierung abwählen will, sollte sich Impfen lassen - is doch auch mal nen schöner Denkanstoß :-D


    grüße schreckus

    Halte ich für groben Unfug.

    Verschieben der Wahl halte ich für möglich, aber wenn die die termingerechte Einhaltung der Wahl an Bedingungen knüpfen, wie zB. eine Impfungen, dann erpressen sie das Volk damit und das kann für die Politiker, bzw. Parteien, die sowas aussprechen, nicht gut aussgehen. Wer die dann noch wählt kann nicht mehr ganz rund laufen.

    Thüringen verschiebt die Landtagswahl wegen Corona.
    Wenn das mal nicht die Blaupause für die Bundestagswahl wird.
    Zur Erinnerung : die Minderheitsregierung in Erfurt ist eigentlich nicht legitim gewählt, jedenfalls nicht mit demokratisch durch den Wählerwillen abgesichertes Mandat. Ramelow und seine Minderheitskoalition werden derzeit nur von der CDU geduldet. Allerdings war diese Duldung an die Bedingung geknüpft, dass binnen 12 Monaten Neuwahlen stattfinden sollen. So wurde das im April 2020 festgelegt.
    Jetzt wird diese Wahl vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie jedoch verschoben. Wie legitimiert ist dieses Vorgehen noch ?

    So langsam werden immer mehr auf dieses Konzept aufmerksam.
    Ich hatte heute diese Nachricht in einem Firmen-Newsletter. Weitere Ausführungen gab es jedoch noch nicht.

    Strom von der Autobahn – dieses Konzept soll uns der Energiewende einen Schritt näher bringen. Das Austrian Institute of Technology entwickelt zusammen mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE und der Forster Industrietechnik GmbH den Prototypen einer energieerzeugenden Autobahnüberdachung.

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    Digitaler Euro in spätestens 5 Jahren !


    Christine Lagarde, die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), hat am Mittwoch noch einmal das Signal gegeben, dass es ihr ernst ist mit den Plänen für einen digitalen Euro. Während der Online-Veranstaltung „Reuters next“ sagte die Lagarde, dass sie mit der Einführung eines digitalen Euro in den nächsten Jahren rechne. Wir werden einen digitalen Euro haben“, sagte sie. „Das ist nicht für morgen, das wird einige Zeit benötigen, um sicherzustellen, dass es etwas gibt, was sicher ist.“ Sie hoffe, dass dies nicht länger als fünf Jahre dauern werde. Die EZB will bis Mitte 2021 entscheiden, ob ein entsprechendes Projekt begonnen werden soll. „Ich weiß, dass wir auf die Nachfrage in Europa antworten müssen, und wir haben eine Nachfrage“, sagte Lagarde. Die EZB versicherte, wenn man einen digitalen Euro einführe, solle das zunächst zusätzlich zum Bargeld und nicht als Ersatz dafür passieren.

    Zunächst !!! ..... längerfristige Modelle kokettieren also bereits mit der Abschaffung des Bargelds...

    Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erste Ergebnisse ihrer im Herbst gestarteten Konsultation zur Gestaltung eines elektronischen Euros bekanntgegeben. Demnach beteiligten sich 8221 Bürger, Firmen und Industrieverbände an der Online-Umfrage, was einen Rekord für öffentliche Sondierungen des Finanzinstituts darstelle. Die vorläufige Analyse einiger Kerndaten zeige, dass der Schutz der Privatsphäre bei Zahlungen mit 41 Prozent der Antworten an erster Stelle der gewünschten Eigenschaften eines potenziellen digitalen Euros steht.

    So anonym wie Bargeld

    Viele Bürger wünschen sich so offenbar, dass die erwogene Digitalwährung genauso anonym verwendbar ist wie Bargeld. 17 Prozent der Teilnehmer machten sich für die Sicherheit stark, zehn Prozent für die gesamteuropäische Reichweite, teilte die EZB mit. Die hohe Zahl der Antworten spricht für das EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta für das große Interesse der europäischen Bevölkerung "an der Gestaltung der Vision eines digitalen Euros". Der Leiter der einschlägigen Arbeitsgruppe bei der Bank versicherte, dass man die Meinungen bei möglichen Einsatzszenarien berücksichtigen werde.

    Eine umfassende Analyse der Konsultation will die EZB im Frühjahr veröffentlichen. Sie soll dem Führungsrat als Leitfaden bei der bis Mitte des Jahres erwarteten Entscheidung über den Start eines einschlägigen Projekts dienen. Noch ist nichts entschieden. EZB-Präsidentin Christine Lagarde ging am Mittwoch bei einer Online-Konferenz von Reuters aber davon aus, dass "wir einen digitalen Euro haben werden". Man wolle dabei aber nichts übers Knie brechen, um das Vorhaben sicher zu gestalten. Binnen der nächsten fünf Jahre könnte es soweit sein.

    Prinzipiell nötig

    Die Eurosystem-Arbeitsgruppe, der Experten der EZB und von 19 nationalen Zentralbanken des Euro-Raums angehören, geht von einer steigenden Nachfrage nach elektronischen Zahlungen aus. Damit hält sie ein risikofreies digitale Zahlungsmittel prinzipiell für nötig. Zu den künftigen Szenarien zähle auch ein deutlicher Rückgang der Verwendung von Bargeld, die breite Akzeptanz digitaler Währungen, die andere Zentralbanken ausgegeben, sowie die Einführung globaler privater Zahlungsmittel wie das von Facebook vorangetriebene, Kryptogeld-ähnliche Libra alias Diem. Letzteres werfe regulatorische Bedenken auf und könnte Risiken für die Finanzstabilität und den Verbraucherschutz bergen.

    Ein E-Euro wäre eine elektronische Form von Zentralbankgeld, die allen Bürgern und Firmen zugänglich sein sollte, heißt es bei der EBZ. Wie bei Banknoten könnten damit tägliche Zahlungen "schnell, einfach und sicher" getätigt werden. Ein solche digitale Variante würde das Bargeld ergänzen, nicht ersetzen. Die Bank unterstreicht: "Der Schutz der Privatsphäre wäre eine wichtige Priorität, damit der digitale Euro dazu beitragen kann, das Vertrauen in den Zahlungsverkehr im digitalen Zeitalter zu erhalten." EU-Finanzkommissarin Mairead McGuinness sah jüngst bei einer solchen Initiative "mehr Fragen als Antworten".


    Lagarde warb parallel dafür, Bitcoin auf globaler Ebene zu regulieren. Die derzeit hoch gehandelte, aber stark schwankende Kryptowährung sei ein äußerst spekulativer Vermögenswert, bei dem es komische Geschäfte und einige "völlig verwerfliche Geldwäsche-Aktivitäten" gegeben habe. Sie müsse alle enttäuschen, die gehofft hätten, dass sich Bitcoin zu einer tragfähigen Währung mausern könnte.


    Heise-Online - (mho)

    Mediziner rechnet mit Corona-Politik der Bundesregierung ab

    Deutschland muss sich wegen der Coronavirus-Pandemie wohl auf einen monatelangen harten Lockdown einstellen. Ein Gesundheitsexperte kritisiert die Bundesregierung von Angela Merkel in dieser Gemengelage scharf für deren Corona-Politik.

    Die Corona*-Politik der Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU)* ist seit Wochen Gegenstand teils scharfer Kritik.

    Aus der politischen Opposition in Berlin, aber auch von anderen Absendern. Nun hat ein Mediziner und Gesundheits-Experte wegen angeblicher Mängel in der Strategie zur Eindämmung des Coronavirus* nachgelegt.

    Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Scharfe Kritik an der Corona-Politik der Bundesregierung

    „Die Epidemie wurde ausgelöst durch einen Virus, das ist klar“, sagte Medizin-Professor Matthias Schrappe der Bild und meinte: „Aber für die hohen Sterbezahlen ausschließlich bei Älteren und Hochbetagten, dafür trägt die Politik die Verantwortung.

    Schrappe ist nun nicht irgendjemand, sondern war einst der Vize-Chef des Sachverständigenrats für Gesundheit. Die Bundesregierung habe sich seiner Meinung nach „gegen fachkundige Beratung dazu entschlossen, nur auf Lockdowns zu setzen und auf gezielte Schutzmaßnahmen für Ältere zu verzichten“, erklärte Schrappe seine Kritik. Diese Strategie sei „krachend gescheitert“, die Folgen „katastrophal“, meinte der Mediziner weiter.

    Corona-Pandemie in Deutschland: Hätten Covid-19-Risikogruppen besser geschützt werden müssen?

    Seiner Ansicht nach hätten also die Covid-19*-Risikogruppen besser vor dem Virus und vor Infektionen geschützt werden müssen. Merkel hatte in den vergangenen Monaten wiederholt betont, die Risikogruppen nicht ausgrenzen zu wollen.
    Jetzt läuft eine Debatte darüber, ob sie dadurch nicht ausreichend geschützt werden konnten.


    (pm) *Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

    Schulschließung aus Sicht einer Mutter
    Im Kopierkrieg

    Homeschooling statt hingehen – klingt gut. Doch leider befindet sich die normale (Grund-)Schule noch im Zeitalter von Kreide, Tafel und Papier.


    Am ersten Tag nach den Weihnachtsferien scheitert das Homeschooling an der Witterung. Die Kisten mit den DIN-A3-Umschlägen auf dem Schulhof sind klamm. Um sie herum, dicht an dicht, Schüler.innen und Eltern, die das passende Kuvert aus Hunderten heraussuchen. Während wir (eine Mutter, drei Kinder) wenig später zu Hause die feuchten Arbeitsblätter föhnen, hören wir in den Nachrichten, dass sich nun auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine weitere Schließung von Schulen ausspricht.

    Und genau hier wird es für Millionen Eltern, aber auch für kinderlose Arbeitnehmer irre. Denn eins der wichtigsten Argumente für Schulschließungen war doch schließlich, dass die Personenzahl im öffentlichen Nahverkehr dezimiert und mögliche Menschenansammlungen wie an Schulen vermieden werden sollten?


    Wie schon in den vergangenen Monaten prescht die Politik hier vor und lässt dabei völlig außer Acht, dass sich die normale deutsche (Grund-)Schule noch im Zeitalter von Kreide, Tafel und Papier befindet. Von der großen Digitalisierungsoffensive des Bildungssystem habe ich, und übrigens auch der Vorsitzende des Kinderschutzbundes Heinz Hilgers, bislang nur aus den Medien gehört.

    Die Realität sieht so aus: Morgens, halb zehn in Deutschland. Statt die Kinder morgens per Smartphone oder Laptop in den digitalen Unterricht etwa per Zoom einzuladen, stehen Hunderttausende Oberstudienräte vormittags eher am Kopiergerät statt virtuell vor ihren Schülern.

    Es hagelt Floskeln

    Digitalunterricht hätte so auch in den Achtzigern, als ich zur Schule ging, stattgefunden – per Telefon im Auge des Kopierkriegs. Dabei, so mahnen auch die Lehrerverbände, ist Präsenzunterricht (am Laptop) sowohl zur Erfüllung des Bildungsauftrages als auch unter psychosozialen Gesichtspunkten das Beste für Kinder und Jugendliche. Offenbar geschenkt.

    Die bearbeiteten Aufgabenblätter sollen übrigens an unserer Grundschule im regelmäßigen Turnus ausgefüllt zurückgebracht werden. Das bedeutet wieder eine nachmittägliche Fahrt mit dem ÖPNV. Wieder volle Busse zu einer Zeit, in der Arbeitnehmer systemrelevanter Berufe auf dem Heimweg sind. Dass durch die fehlenden digitalen Fortschritte an Schulen ein lebenswichtiger Effekt des Lockdowns verpufft – offenbar ebenfalls geschenkt.


    Am Ende scheitert damit jede politisch geplante Lockdown-Reißbrettstrategie am Abgleich mit der Lebensrealität von Millionen deutschen Familien. Die täglichen Auswirkungen sind dabei filmreif bis tragisch: Eltern, die während ihres Zoom-Meetings die Kamera ausstellen müssen, weil sie eine Matheaufgabe erklären, einen Streit schlichten, ein Kleinkind füttern oder die Küchenrolle aus der Toilette fischen.

    Eltern, die Kinder ganztags aus Verzweiflung vor den Fernseher setzen, weil der Arbeitgeber kein Verständnis für Homeschooling hat. Und Kinder, die tagsüber nicht homeschoolen, sondern auf ihre jüngeren Geschwister aufpassen müssen, damit die Eltern arbeiten gehen können. Dazu hagelt es Floskeln. „Es ist für alle leichter, jetzt eine Woche länger die Schulen zuzuhaben, als sie aufzumachen und dann wieder vor Debatten zu stehen“, sagt Jens Spahn. - Mit Verlaub, Herr Minister: Sie mich auch.


    Aus der TAZ vom 05. Januar 2021

    Das Grundeinkommen - Was tun wir wenn wir nicht mehr müssen ?


    122 Menschen bekommen ab Frühjahr 2021 drei Jahre lang monatlich ein bedingungsloses Grundeinkommen. Eine begleitende Studie soll unter anderem klären, wie sich die Menschen beruflich verändern, wenn sie weniger Geldsorgen haben. Wie aussagekräftig ist ein solcher Feldversuch?


    Den Sprung in die Selbstständigkeit wagen, die Welt bereisen oder mehr Zeit mit der Familie verbringen: Viele Menschen würden anders leben, wären sie nicht auf ihr Gehalt angewiesen. Laut repräsentativen Umfragen befürworten hier zu Lande etwa die Hälfte der Menschen ein bedingungsloses Grundeinkommen. Die Befürworter sind tendenziell jung, gebildet, politisch links – und sie verdienen eher mäßig.

    Wie sich eine solche Reform auswirken würde, ist unklar. Das bedingungslose Grundeinkommen wurde bisher in keinem Land dauerhaft eingeführt. In der Schweiz gab es dazu allerdings einen Volksentscheid. 2016 sollten die Schweizer abstimmen, ob jeder Bürger in Zukunft monatlich 2500 Schweizer Franken, also rund 2320 Euro, erhalten sollte. Sie sprachen sich mehrheitlich dagegen aus.

    Die einen sehen das Staatsgeld als Gegenmittel für den gesellschaftlichen Burnout, die anderen als Freifahrtschein für Faulheit. Verfechter sind überzeugt: Ein Grundeinkommen fördert Sinn stiftende Arbeit und soziales Engagement und macht den Kopf frei für die großen Fragen unserer Zeit. Und wenn niemand mehr darauf angewiesen ist, systemrelevante Jobs wie Krankenpflege und Müllentsorgung zu wählen, dann müssten diese endlich besser entlohnt werden. Anhänger der Idee glauben gar, das Grundeinkommen könnte Neid, Abstiegsangst und empfundene Ungerechtigkeit mindern und so dem Populismus den Nährboden entziehen. Kritiker befürchten hingegen, dass ein leistungsunabhängiges Grundeinkommen vielmehr dazu führt, dass ein Großteil der Leute aufhört zu arbeiten und die Idee am Ende der Wirtschaft schadet. Zudem stellt sich die Frage: Wie soll das finanziert werden? Ist es am Ende nichts als eine realitätsferne Utopie?


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    Der Streit um das bedingungslose Grundeinkommen wird emotional geführt. An Stelle von Zahlen und Fakten dominieren Meinungen und Spekulationen die Debatte. Forschung gibt es bislang kaum.

    Den ersten großen europäischen Feldversuch machten die Finnen. 2000 zufällig ausgewählte Arbeitslose bekamen in den Jahren 2017 und 2018 steuerfrei und unabhängig von anderen Einkommensquellen 560 Euro im Monat – in etwa so viel wie zuvor Arbeitslosengeld. Der Unterschied: Das Grundeinkommen war an keinerlei Bedingung geknüpft. Es stand den Beziehern frei, ihr Einkommen durch Jobs aufzustocken. Davon erhofften sich die Macher, dass die Empfänger sich stärker um eine Stelle bemühen und auch vorübergehende und schlecht bezahlte Arbeit annehmen würden. Denn der Verdienst kam zum Grundeinkommen hinzu und wurde nicht wie üblich mit dem Arbeitslosengeld verrechnet.


    Pro und kontra bedingungsloses Grundeinkommen


    Drei Argumente dafür

    • Ein vereinfachtes Sozialsystem spart Kosten.
    • Ein bedingungsloses Grundeinkommen mindert Armut.
    • Unbeliebte Jobs müssten besser bezahlt werden.

    Drei Argumente dagegen

    • Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist nicht finanzierbar.
    • Es deckt die Lebenshaltungskosten in der Provinz besser ab als in den Großstädten.
    • Niemand würde mehr unbeliebte Jobs übernehmen.


    Doch diese Erwartung wurde enttäuscht: Das Grundeinkommen sorgte nicht für mehr Beschäftigung. Allerdings fühlten sich die Erwerbslosen, die das Grundeinkommen bezogen, glücklicher und weniger gestresst als jene mit Arbeitslosengeld. Der finnischen Regierung genügte dies nicht. Sie ließ den Test auslaufen. Ein ähnlicher Versuch fand 2018 und 2019 in der niederländischen Stadt Utrecht statt. Dort nahmen Versuchspersonen, die eine staatliche Unterstützung bezogen, mehr kleine Jobs an, wenn sie das zusätzlich verdiente Geld zu größeren Anteilen behalten durften. Projekte dieser Art sagen allerdings wenig über die Auswirkungen eines echten bedingungslosen Grundeinkommens aus. Dafür müsste man nicht nur Arbeitslose, sondern Menschen verschiedenster Einkommensklassen untersuchen.

    Einen solchen Versuch unternahm Kanada schon im Jahr 1974 in der Kleinstadt Dauphin mit dem bisher größten Forschungsprojekt zum bedingungslosen Grundeinkommen. Beim so genannten »Mincome«-Experiment (Manitoba Basic Annual Income Experiment) zahlte die linksliberale Regierung jedem Haushalt des abgeschiedenen Städtchens ein Grundeinkommen, das etwa der Hälfte des damaligen mittleren Familieneinkommens entsprach. Jeder hinzuverdiente Dollar ließ das Grundeinkommen um 50 Cent sinken. Der zunächst für acht Jahre veranschlagte Versuch wurde wegen wirtschaftlicher Turbulenzen nach vier Jahren abgebrochen. Was blieb, waren die gesammelten Daten: Während des Experiments war es zu deutlich weniger Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten gekommen. Außerdem hatten mehr Jugendliche ihren Highschool-Abschluss gemacht als vor und nach dem Versuch.

    Die Ergebnisse aus Kanada sind viel versprechend. Aber sind sie auf Deutschland übertragbar?

    Im Frühjahr 2021 starten deutsche Forscher selbst einen Test. Sie wollen herausfinden: Was tun wir, wenn wir nicht müssen? Der Verein »Mein Grundeinkommen« verlost bereits seit 2014 regelmäßig Gratisgehälter. Über 600 Deutsche haben so schon ein Jahr lang monatlich 1000 Euro erhalten. Finanziert wird das über Crowdfunding: Immer wenn mit Hilfe privater Spenden 12 000 Euro zusammenkommen, erhält der Nächste aus dem Pool von Bewerbern die Finanzspritze. Wer, entscheidet der Zufall.

    Für den Gründer des Vereins Michael Bohmeyer fing alles mit einer jährlichen Gewinnausschüttung aus einem seiner Unternehmen an. Die regelmäßigen Einkünfte empfand er als finanzielle Befreiung und ist seither Feuer und Flamme für die Idee. »Wir haben gelernt, dass die Menschen gar nicht faul werden«, sagt der 36-Jährige. Stattdessen seien die Gewinner zufriedener mit ihrer Arbeit als zuvor, fänden Jobs, die besser zu ihnen passten, machten sich selbständig oder bildeten sich weiter. »Sie haben das Gefühl, das Leben jetzt selbst in der Hand zu haben. Ein Ohnmachtsgefühl wich einem Aufbruchsgefühl. Wir würden gerne wissen, ob sich dieses individuelle Gefühl des Aufbruchs auf eine ganze Gesellschaft übertragen lässt.«


    Initiiert vom Verein »Mein Grundeinkommen« startete am 18. August 2020 hier zu Lande die erste Langzeitstudie namens »Pilotprojekt Grundeinkommen«. Der Verein kümmert sich dabei ausschließlich um das Crowdfunding. Die Studie selbst führt ein Forschungsteam durch: Soziologen, Psychologen und Verhaltensökonomen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn und der Universität zu Köln. Sie möchten herausfinden, was passiert, wenn die Deutschen jeden Monat ein Gehalt überwiesen bekämen – einfach so.

    Der Plan: Eine Gruppe von Menschen soll drei Jahre lang monatlich 1200 Euro erhalten. Die Forscher untersuchen in dieser Zeit Verhalten und Wohlbefinden der Bezieher. Um sicherzustellen, dass etwaige Veränderungen ausschließlich auf das Grundeinkommen zurückzuführen sind, wird parallel eine Kontrollgruppe mit 1380 Personen genauso engmaschig begleitet. Als Teilnehmer bewerben konnte sich jeder in Deutschland gemeldete Bürger über 18. Für die Rekrutierung eines Probandenpools von einer Million Menschen hatten die Organisatoren drei Monate veranschlagt. Am Ende reichten drei Tage. Damit die Zahl der Kandidaten weiter wachsen konnte, durfte man sich noch bis zum 10. November 2020 auf der Website pilotprojekt-grundeinkommen.de registrieren. Insgesamt bewarben sich über zwei Millionen Deutsche.

    Barbara Felderer vom Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in Mannheim, die nicht an der Studie beteiligt ist, sieht jedoch ein Problem. »Eine solche Selbstrekrutierung kann zu systematischen Verzerrungen in den Daten führen«, sagt die Statistikerin. »Es könnten sich beispielsweise vermehrt Menschen mit geringem Einkommen melden oder solche, die dem bedingungslosen Grundeinkommen von vornherein sehr positiv gegenüberstehen.« Henning Lohmann, Professor für Soziologie und empirische Methoden der Sozialforschung an der Universität Hamburg, hält das Vorgehen der Forscher trotzdem für vertretbar: »Sie haben eine sehr große Gruppe zur Verfügung, aus der sie geeignete Teilnehmer auswählen können.«


    Die Stichprobe soll repräsentativ sein, also die Bevölkerung in wesentlichen Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Einkommensklasse und Familienstand abbilden. Deshalb wählen die Forscher im ersten Schritt aus den mehr als zwei Millionen Kandidaten 20 000 und schließlich rund 1500 geeignete aus. Am 12. Januar 2021 bekommen alle Bewerber per Mail Bescheid, ob sie zu den 20 000 gehören, die in die engere Auswahl kommen. Nach einer ersten Befragung und Vorauswahl – die Kriterien werden noch nicht verraten – entscheidet der Zufall, wer zu den 122 Glücklichen gehört und wer zur Kontrollgruppe. Bei einer zufälligen Zuteilung der Teilnehmer spricht man von Randomisierung, ein Qualitätsmerkmal wissenschaftlicher Studien.

    Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Größe der Stichprobe. 122 Probanden erscheinen hier vergleichsweise wenig. »Das hat praktische Gründe der Finanzierbarkeit«, erklärt Studienleiter Jürgen Schupp. Der Sozialwissenschaftler leitete zuvor jahrelang das Sozio-oekonomische Panel (SOEP), die größte regelmäßige repräsentative Befragung in Deutschland. »Wir beziehen das Geld für die Grundeinkommenszahlungen aus privaten Spenden. Über den Zeitraum der drei Jahre werden so schon mehr als fünf Millionen Euro ausgezahlt.«

    Die kleine Stichprobe hat jedoch einen großen Nachteil. »Je weniger Versuchspersonen, desto schwieriger ist es, kleine Effekte zu entdecken«, gibt Henning Lohmann zu bedenken. Das heißt, es besteht die Gefahr, dass die Forscher auf Grund der kleinen Probandenzahl einen Effekt des Grundeinkommens übersehen. Allerdings: Bestätigt das Experiment, dass sich die Zahlungen auf das Leben der Menschen auswirken, kann man davon ausgehen, dass es sich um einen substanziellen Effekt handelt. Wie groß eine Veränderung sein muss, damit sie sichtbar wird, sei nicht pauschal zu beantworten, sagt Lohmann. Es komme unter anderem darauf an, wie stark sich die Teilnehmer im fraglichen Merkmal, etwa der Arbeitszeit, unterscheiden. Sind sie sehr heterogen, wären kleine Veränderungen bei kleinen Stichproben statistisch schwerer nachweisbar als bei homogenen Gruppen.

    Wer kündigt? Wer wechselt den Job?

    Jürgen Schupp interessiert vor allem das Verhalten der Probanden auf dem Arbeitsmarkt: Wer reduziert seine Arbeitszeit? Wer kündigt? Wer wechselt den Job? Und wagen mehr Angestellte den Schritt in die Selbstständigkeit? Ein Team um Susann Fiedler vom Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern wird derweil die psychologischen Auswirkungen des Grundeinkommens untersuchen. Sind die Bezieher womöglich weniger gestresst? Treffen sie gar klügere Entscheidungen? »Sobald man unter Druck steht – sei es durch fehlende finanzielle Mittel oder Zukunftssorgen –, gehen kognitive Kapazitäten verloren«, sagt die Psychologin. Welche Tests die Wissenschaftler genau durchführen werden und welche Ergebnisse sie dabei erwarten, möchten sie zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verraten. So wollen sie ein möglichst unverfälschtes Verhalten der Teilnehmer garantieren.

    Doch eins ist klar: Auf viele drängende Fragen wird das 1200-Euro-Experiment keine Antwort liefern: »Wie sich die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens auf Ladenpreise, Mieten und den Arbeitsmarkt auswirken würde, bleibt offen«, gibt Jürgen Schupp zu. Ein weiteres Manko ist die so genannte ökologische Validität der Studie – also wie gut sie die Bedingungen jener Wirklichkeit abbildet, auf die sie Rückschlüsse erlauben soll. Denn anders als bei einer echten Einführung des Grundeinkommens sind die Zahlungen befristet. Spätestens nach drei Jahren versiegt die Geldquelle. Kritiker gehen davon aus, dass daher die wenigsten ihren Job ganz aufgeben werden. Viele, so die Befürchtung, könnten das Geld womöglich einfach sparen oder in lang ersehnte Anschaffungen oder Urlaube investieren. Dazu kommt, dass die Teilnehmer das Geld womöglich anders verwenden, wenn sie wissen, dass sie darüber im Rahmen der Studie Auskunft geben sollen und ihr Verhalten künftige politische Entscheidungen beeinflussen könnte.

    Und noch einen entscheidenden Unterschied gibt es: Die Teilnehmer erhalten als Einzige in ihrem Umfeld ein Grundeinkommen. Somit fühlt sich die Zahlung eher an wie ein Lottogewinn als eine Grundversorgung. Laut Henning Lohmann kann man das den Machern des Pilotprojekts nur bedingt vorwerfen: »Jede Form von empirischer Forschung unterliegt bestimmten Beschränkungen. Sozialwissenschaftliche Feldversuche können immer nur Teile der Wirklichkeit experimentell manipulieren.«

    Schupp und sein Team planen derweil schon die nächsten Schritte. In einem zweiten Versuch, der 2022 an den Start gehen soll, wird das Einkommen von Geringverdienern auf 1200 Euro aufgestockt. Die Frage dahinter: Wie wirkt sich ein Mindesteinkommen im Vergleich zum bedingungslosen Grundeinkommen auf die Teilnehmer aus? 2023 soll das Pilotprojekt wiederholt werden, allerdings mit einer simulierten Besteuerung. Die Probanden erhalten 1200 Euro, diesmal werden jedoch Steuern von 50 Prozent auf alle sonstigen Einkünfte erhoben. Die Differenz wird ausgezahlt. Das soll zeigen, wie ein realistisches Finanzierungskonzept aussehen könnte.

    »Die Digitalisierung und der demografische Wandel machen eine Reform des Sozialstaats immer nötiger«, sagt Studienleiter Jürgen Schupp. »Durch die Corona-Pandemie ist die Frage nach einem effektiven System noch drängender geworden.« Das erste Grundeinkommen wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 ausgezahlt. Die Ergebnisse wollen die Wissenschaftler 2024 präsentieren.



    https://www.spektrum.de/news/w…ocket-newtab-global-de-DE

    Erst mal Motor anlassen, dann freikratzen


    Haben Sie auch schon mal den Nachbarn dabei beobachtet, wie er bei laufendem Motor hastig die Scheibe freikratzt? Oder lassen Sie selbst manchmal die Heizung für die Heckscheibe weiterlaufen, auch wenn diese gar nicht mehr beschlagen ist?

    Der TÜV Süd informiert über klassische Fehler, die Autofahrer im Winter bei der Vorbereitung auf die Fahrt begehen:

    • Kein Wischwasser-Frostschutz: Sind das Wischwasser oder die Düsen der Scheibenreinigungsanlage eingefroren, wird die Fahrt auf winterlichen Straßen schnell zum gefährlichen Blindflug. Matsch, Spritzwasser und Salzschlieren können den Windschutzscheiben ordentlich zusetzen.
      Tipp: Füllstand bei jedem Tankstopp checken und beim Nachfüllen darauf achten, dass das Wischwasser mindestens bis minus 10 Grad vor Frost geschützt ist, besser noch bis minus 20 Grad.
    • Türschlossenteiser im Auto, Eiskratzer im Keller: Wer so schlecht vorbereitet ist, kann nach einer frostigen Nacht lange darauf warten, losfahren zu können. Ein oder mehrere Fläschchen mit Türschlossenteiser gehören in Jacken, Taschen oder Rucksäcke.
      Tipp: Der Eiskratzer sollte im Handschuhfach liegen. Dort machen sich auch Anti-Beschlagtücher für die Innenscheibe und eine Taschenlampe gut. Und wer schon einmal im Winter im Stau stand, hat nun sicher eine warme Decke und Handschuhe auf der Rückbank liegen.
    • Wagen erst mal warmlaufen lassen: Bloß nicht, sondern gleich losfahren und Dinge wie Scheiben freikratzen vorher bei abgeschaltetem Motor erledigen. Das Auto sollte dann sanft warm gefahren werden: Sind Motor und Katalysator kalt, ist nicht nur der Benzinbedarf besonders hoch, sondern auch der Schadstoffausstoß. Als Faustformel für einen warmgefahrenen Motor und das Erreichen normaler Leistung bei normalem Verbrauch gelten vier Kilometer Fahrt.
    • Heckscheiben- und Sitzheizung durchlaufen lassen: Bringt gar nichts. Die Heckscheibenheizung stellt man aus, sobald sie nicht mehr beschlagen ist. Die Heizung für Sitze - falls vorhanden - wird gleich ausgeschaltet, sobald der Motor warm gelaufen ist. Denn ist der Motor warm, gibt die normale Heizung für die Innenraumluft genügend Wärme ab und kostet nicht zusätzlich Energie. Anders bei der Sitzheizung: Sie bringt bei warmem Motor keinen zusätzlichen Nutzen mehr, verbraucht aber zusätzlich Strom.
    • Feuchtigkeit mit dem Gebläse herausbefördern: Besser nicht. Statt das Gebläse und die Heckscheibenheizung lange laufen zu lassen, ist es ökonomischer, die Klimaanlage kurz arbeiten zu lassen. Diese entfrostet und entfeuchtet den Innenraum wirksam, sorgt also auch dafür, dass Beschlag von den Scheiben verschwindet. Wegen des Mehrverbrauchs gilt aber auch bei der Klimaanlage: auf den sparsamen Einsatz setzen und ausschalten, sobald die Feuchtigkeit weg ist.

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    Fahren bei Glätte und Schneefall

    Auch auf der Fahrt gilt es dann, sich an Regeln zu halten, die speziell im Winter wichtig sind. Das sind klassische Fehler, die Autofahrer vermeiden sollten:

    • Zu wenig Planung: Bei winterlichen Straßenverhältnissen ist es laut TÜV Süd noch wichtiger, jede Fahrt zu überdenken.
      Tipp: Touren zusammenlegen und Hauptverkehrszeiten vermeiden. Das minimiert das Unfallrisiko, ist gut für die Nerven und entlastet den Verkehr.
    • Zu wenig Abstand: Werden Straßen plötzlich glatt, ist es unausweichlich, den Abstand zu den anderen Verkehrsteilnehmern zu vergrößern. Die Faustformel "Halber Tachoabstand" reicht nicht, wenn die Fahrbahn glatt ist! Je größer die Distanz, desto mehr Reaktionsmöglichkeiten bleiben.
      Tipp: Um genügend Abstand zu halten, auf keinen Fall hektisch bremsen oder Gas geben, sondern langsam vom Gas gehen und maßvoll bremsen, um den nachfolgenden Verkehr nicht zu gefährden.
    • Zu schnell in die Kurve: Heftige Lenkbewegungen und zu starkes Beschleunigen vergrößern die Rutschgefahr.
      Tipp: vor den Kurven die Geschwindigkeit reduzieren und gleichmäßig hinein- und wieder hinauslenken. Verlieren die Vorderräder trotzdem die Haftung, vorsichtig vom Gas gehen, damit die Reifen schnellstmöglich wieder haften.
    • Falsches Bremsen: Vorsicht, bei Glätte ist der Bremsweg lang! Die meisten Fahrzeuge sind heute mit ABS ausgerüstet, das Blockieren automatisch verhindert und damit den Wagen lenkbar hält.
      Tipp: Laut TÜV Süd sollte man immer "bedenken, ob man ein front- oder heckbetriebenes Fahrzeug lenkt. Auch ein funktionierendes ABS und ESP kann den Bremsweg nicht verkürzen. Gerät der Wagen mit ABS trotzdem ins Rutschen: Weiter bremsen, bis die Reifen wieder Haftung aufbauen. Ohne ABS wichtig: Beim Bremsen niemals die Räder blockieren lassen!"
    • Falsche Route: Autobahnen und Hauptverbindungsstraßen werden zuerst geräumt. Daran sollten Autofahrer bei plötzlichem Schneefall oder Glätte immer denken. Deshalb bei entsprechenden Witterungsbedingungen möglichst auf den großen Straßen bleiben und Nebenstrecken meiden, raten die TÜV-SÜD-Experten. (af)


    Quelle : TÜV Süd / dpa

    Kann mich mal jemand darüber aufklären, was dasper Gesetz verordnete Einbauen von Digitalradios in Neuwagen ab 2021 soll.
    Laufen die nicht auch über Internet ? Oder wie funktioniert das?
    Ich hab mich damit noch nie beschäftigt.
    Daher verstehe ich den Sinn dieser Maßnahme wahrscheinlich auch nicht.


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    Soll UKW vielleicht demnächst, wie damals das analoge terrestrische TV auch abgeschaltet werden, weil irgendwelche Telekommunikations-

    gesellschaften lieber UKW haben wollen ? Damals wurde dasAbschalten der UHF und VHF-Frequenzen für das Fernsehen damit begründet,

    dass irgendwelche behördlichen Zwänge bestehen und diese Frequenzen für Katastrophenkanäle und sowas gebraucht werden. Heute wissen

    wir, dass dass mobile LTE (zB. Vodafone und Telekom) die alten Long-Amplituden-Frequenzen der Fernsehsender nutzen.

    Ich kann nicht nachvollziehen, warum ein digitales Radio mehr Sicherheit oder Bedienkomfort bietet, als ein UKW-Radio, die zuletzt mit RDS

    und anderen Assistenten ja auch viel Bedienzwänge automatisiert hatten.

    BBC sendet täglich Schulfernsehen während Lockdown

    Der erneute Lockdown in Großbritannien beinhaltet auch Schulschließungen. Ab dem 11. Januar sendet die BBC ein auf die Lernpläne abgestimmtes Fernsehprogramm.

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    Um britische Schulen während des neuen Lockdowns zu unterstützen, strahlt die BBC jeden Tag mehrere Stunden Unterricht aus. Vom kommenden Montag an sollen jeden Tag drei Stunden Grundschulunterricht gesendet werden, dazu kämen mindestens zwei Stunden für Schüler weiterführender Schulen, teilte der Sender mit.

    Regierungschef Boris Johnson und Bildungsminister Gavin Williamson dankten der Sendeanstalt für die Unterstützung. Willamson kündigte zudem an, eine Million Laptops und Tablets an Schüler zu verteilen, deren Familien sich keine Endgeräte leisten können.


    In der Vergangenheit äußerte sich Boris Johnson wiederholt kritisch gegenüber dem öffentlichen Rundfunk in Großbritannien. Noch im Februar 2020 war bekannt geworden, dass Johnson eine Umstrukturierung der Rundfunkanstalt plane. So solle die bisherige Gebührenpflicht auf ein Abo-Modell umgestellt werden. Kritiker des Premierministers warfen diesem vor, Regierungs-kritische Stimmen minimieren zu wollen.

    Wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus in Großbritannien hatte die Regierung einen Lockdown mit Schulschließungen und Ausgangsbeschränkungen verfügt. Das Parlament sollte den Maßnahmen am heutigen Mittwoch zustimmen.

    Johnson und Williamson stehen in der Kritik, sie hätten zu spät die Entscheidung für Schulschließungen getroffen. Johnson hatte noch am Sonntag betont, dass die meisten Einrichtungen offen bleiben sollten. Daraufhin waren am Montag Millionen Kinder in die Schulen zurückgekehrt. Am gleichen Abend verkündete der Premierminister dann die Schließungen.

    Angebote in Deutschland

    In Deutschland bietet der Bayerische Rundfunk das Programm "Schule daheim", das alle Jahrgangsstufen zur Zielgruppe zählt und mehrere Schulfächer abdeckt. Die Inhalte lassen sich in der BR-Mediathek und über den Bildungskanal ARD-alpha abrufen. Ergänzt wird das Programm durch Materialien des Landesmedienzentrums Bayern (mebis). Das Online-Portal "Planet Schule", eine Kooperation des SWR und WDR, bietet bereits seit 2008 multimediale Bildungsinhalte. Im März 2020 gab der SWR bekannt, dass sich die Zugriffe verfünffacht hätten.


    Heise-Online..... (ndi)

    Synthetische Kraftstoffe - Wie funktionert die Herstellung ?

    E-Fuels sind in der öffentlichen Diskussion angekommen: Denn solche CO2-reduzierten Kraftstoffe könnten wie bisher transportiert, gelagert und getankt werden. So könnten auch herkömmliche Otto- und Dieselmotoren zum Klimaschutz beitragen. Marc erklärt, wie diese synthetischen Kraftstoffe hergestellt werden und wie sie uns dabei helfen, einen klimaneutralen Fahrzeugbestand zu erreichen.

    Biofuels, E-Fuels, Wasserstoff ‒ im März hatte ich für euch darüber berichtet, welche Möglichkeiten alternative Kraftstoffe für die Energiewende in Deutschland darstellen. Wegen der vielen positiven Reaktionen möchte ich in diesem Post etwas tiefer in dieses, wie ich finde, äußerst spannende Themengebiet einsteigen und euch erläutern, wie synthetische strombasierte Kraftstoffe – die sogenannten E-Fuels – überhaupt hergestellt werden. Denn die Herstellung stellt in der Energiedebatte den wichtigsten Knackpunkt dar, wenn über synthetische Kraftstoffe gesprochen wird.

    Bevor ich genauer auf die Herstellung eingehe, möchte ich aber noch einmal kurz die Vorteile von solchen regenerativen Kraftstoffen für die Energiewende anführen:

    Das Ziel der Energiewende für den Verkehr liegt darin, unsere Mobilität in Zukunft so zu organisieren, dass wir beim Transport von Personen oder Gütern immer weniger CO2 aus fossilen Energieträgern an die Umwelt abgeben, weil ansonsten der Treibhausgaseffekt weiter verstärkt würde. An diesem Punkt kommen erneuerbare synthetische Kraftstoffe wie E-Fuels ins Spiel: Die Idee dahinter ist, Kraftstoffe wie Diesel oder Benzin künstlich herzustellen, ohne dabei auf fossile Quelle zurückzugreifen und weiterhin über Millionen von Jahren in Erdöl oder Erdgas gebundenes CO2 an die Atmosphäre abzugeben. Der praktische Vorteil dieser flüssigen Kraftstoffe gegenüber Elektroantrieben, die auf Strom und Akkus zum Speichern angewiesen sind, besteht darin, dass sie für Autofahrer wie gewohnt über das bestehende Tankstellennetz zur Verfügung stehen und in normalen Diesel- oder Ottomotoren eingesetzt werden könnten. Dies kann aufgrund der ebenfalls bestehenden Möglichkeit zur Beimischung zu fossilen Kraftstoffen zudem in Etappen erfolgen und mit steigender Beimischungsquote der fossile Anteil schrittweise ersetzt werden.

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    Power-to-Liquid: Wie E-Fuels hergestellt werden

    Im Gegensatz zu den fossilen Kraftstoffen wie herkömmlichem Diesel oder Benzin, die ihr heutzutage an der Tankstelle zapft, werden synthetische Kraftstoffe nicht aus Erdöl gewonnen, sondern künstlich in einer großen technischen Anlage produziert. Die wichtigsten Zutaten für die Herstellung sind: Wasser, recycelter Kohlenstoff und bestenfalls grüner Strom aus Wind- und Wasserkraft oder Solarenergie. Vereinfacht ausgedrückt läuft die eigentliche Produktion dann folgendermaßen ab: Wasser wird durch Elektrolyse (mit Hilfe von elektrischer Energie) in Wasserstoff (und Sauerstoff) umgewandelt und der Wasserstoff anschließend mit recyceltem Kohlenstoff – zuvor z. B. aus dem CO2 der Atmosphäre gewonnen – verbunden. Auf diese Weise entsteht eine flüssige Kohlenwasserstoffverbindung, deren chemische Struktur bei der Produktion so eingestellt werden kann, dass sie am Ende die gleichen Eigenschaften wie Diesel oder Benzin besitzt oder diese sogar übertrifft, damit ihr wie bisher ohne Probleme eure Autos betanken könnt. Die wertvollste Zutat bei der Produktion von solchen synthetischen Kraftstoffen ist der Strom. Deswegen heißt das Verfahren unter Experten „Power-to-Liquid“ – aus Strom wird flüssiger Kraftstoff und das Produkt am Ende als E-Fuel (E = Elektro) bezeichnet.

    Warum synthetische Kraftstoffe umweltfreundlich sind

    In Produktionsverfahren wie Power-to-Liquid (PtL) mit CO2, das vorher der Luft entzogen wurde, entsteht ein geschlossener Kohlenstoffkreislauf, an dessen Ende nicht mehr CO2 freigesetzt wird, als zuvor gebunden wurde. So kann Kohlenstoff mit Hilfe der heutigen Technik in einem Kreislaufsystem immer wieder recycelt und neu verwendet werden. Unter dem Strich bedeutet das: Anders als es bei fossilen Brennstoffen der Fall ist, wird bei der Produktion von erneuerbaren synthetischen Kraftstoffen kein zusätzliches CO2 in die Atmosphäre abgegeben.

    Im Gegensatz zu fossilem, konventionellem Diesel- oder Benzinkraftstoff haben synthetische Kraftstoffe daneben aber noch einen weiteren Vorteil für die Umwelt: Sie können so aufgebaut werden, dass bei der Verbrennung deutlich weniger Schadstoffemissionen entstehen. Und eine weitere Eigenschaft macht solche Fuels zusätzlich attraktiv: Sie könnten in einer Übergangsphase mit fossilen Kraftstoffen gemischt sowie auch in vorhandenen Fahrzeugen getankt werden, sodass diese bereits durch ihre gewohnte Nutzung zum Klimaschutz beitragen können ohne ersetzt werden zu müssen.

    Selbst wenn wir bis 2030 zehn Millionen batterieelektrische Fahrzeuge in Deutschland haben sollten, werden dann voraussichtlich noch mehr als 35 Millionen „herkömmliche“ Pkw mit Verbrennungsmotoren auf den Straßen unterwegs sein. Um die Klimaziele zu erreichen, benötigen wir also auch Lösungen für diesen Bestand an Fahrzeugen. Neben Effizienzsteigerungen und dem Ausbau der inländischen Ökostrom-Erzeugung sind CO2-arme Fuels daher eine vielversprechende Säule für eine zukünftige bezahlbare Energieversorgung.

    Und wenn irgendwann tatsächlich alle Autos batterieelektrisch oder mit Brennstoffzelle fahren: Flugzeuge, Schiffe und Teile des Güterschwerverkehrs werden auch künftig mit herkömmlichen Kraftstoffen unterwegs sein. Verbrennungsmotoren, die mit CO₂-neutralen synthetischen Kraftstoffen betrieben werden, sind deshalb ein unerlässlicher Pfad. Denn um den Klimawandel zu bekämpfen, müssen wir auf alle Möglichkeiten zurückgreifen, die uns zur Verfügung stehen.

    Kurz & knapp:


    Synthetische Kraftstoffe haben das Potenzial zu einer der Zukunftstechnologien für den Energiemix einer klimafreundlichen Mobilität zu werden. Ihr großer Vorteil besteht darin, dass ihre Herstellung mit grünem Strom und in geschlossenen Kohlenstoffkreisläufen klimaneutral ist und wir uns als Gesellschaft auf eine ausreichende und sichere Versorgung verlassen können, keine neuen Investitionen in die Infrastruktur unseres Verkehrswesens benötigen und Verbrennungsmotoren eine klimaneutrale Perspektive haben.

    Haben Deutschland und Europa sich verzockt ??


    Tatsächlich scheint es, als hätten die beteiligten europäischen Politiker im Sommer unterschätzt, mit welcher Wucht die Pandemie im Herbst und Winter zurückkommen – und wie dringend man dann einen wirksamen Impfstoff brauchen würde. Also knauserten sie offenbar beim Geldausgeben und bestellten gerade von den teuren Impfstoffen lieber nicht so viel.

    Denn beim Preis unterscheiden sich die Vakzinen gewaltig. Offizielle Zahlen gibt es zwar nicht, doch eine belgische Staatssekretärin gab kürzlich auf Twitter kurzzeitig Einblick: Demnach kostet eine Dosis Impfstoff von Moderna umgerechnet rund 15 Euro, die von Biontech/Pfizer 12 Euro, und die von AstraZeneca nur 1,78 Euro. Folglich kaufte die EU von AstraZeneca schon im Sommer 400 Millionen Dosen. Ein Schnäppchen. Doch der Billigimpfstoff ist in der EU noch nicht zugelassen – und nach letzten Studien wohl auch deutlich weniger wirksam als die teureren Mittel von Biontech und Moderna.

    Die EU hat also nicht nur zu lange gezögert, sondern auch am falschen Ende gespart. Womöglich aus Angst, viele Millionen Dosen überflüssigen Impfstoff bestellt zu haben, orderte man lieber etwas weniger. »Wir waren uns in der EU einig, dass wir nicht alles auf eine Karte setzen dürfen«, verteidigt sich die zuständige EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides nun. Doch richtig wäre es gewesen, alles auf alle Karten zu setzen. Oder zumindest auf viele.


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    Chef-Virologe Drosten auf Kuschelkurs mit der Politik - er äußert sich zurückhaltend : "Im Nachhinein ist das Vorgehen der Politik praktisch unmöglich zu bewerten !"

    Die Kosten dafür wären geradezu lächerlich gewesen im Vergleich zu den volkswirtschaftlichen Schäden, die die Coronakrise verursacht. Mal sehr großzügig angenommen, die EU hätte 900 Millionen Dosen Biontech, Moderna und AstraZeneca bestellt – also genug, um jeden Bürger der Union mit jedem Impfstoff zweimal zu impfen: Nach den Preisen der belgischen Staatssekretärin hätte das insgesamt rund 26 Milliarden Euro gekostet – für die gesamte EU. Zum Vergleich: Allein an November- und Dezemberhilfen für zwangsweise geschlossene Betriebe in Deutschland zahlt der Bund mehr als 30 Milliarden Euro. Und laut einer Schätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verliert allein die deutsche Volkswirtschaft mit jeder Woche Shutdown rund 3,5 Milliarden Euro. Da lohnt sich die ganz große All-inclusive-Sammelbestellung selbst dann noch deutlich, wenn man auch bei den anderen drei Herstellern jeweils 900 Millionen Dosen für weitere gut 22 Milliarden Euro in Auftrag gegeben hätte.


    Nun wenden Verteidiger der EU-Impfstoffpolitik ein, es mache ja keinen Unterschied, wie viel man bestellt habe: Die Hersteller könnten nun mal nicht mehr produzieren als sie es derzeit tun. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Natürlich gibt es Produktionsengpässe. Doch mit Millionen zusätzlicher Aufträge in der Tasche hätten die Pharmafirmen seit Sommer anders planen können – und einen Anreiz gehabt, ihre Kapazitäten noch stärker auszuweiten.

    Außerdem kommt es auch auf die Reihenfolge der Bestellungen an. Wer zuerst bestellt, wird schneller beliefert. Das zeigt sich momentan nicht nur am Beispiel der USA, sondern auch an Israel: Das Land mit gerade mal neun Millionen Einwohnern soll bis Ende Januar vier bis fünf Millionen Dosen des Biontech-Impfstoffs erhalten. Medienberichten zufolge soll die israelische Regierung auch einen höheren Preis pro Dosis zahlen.


    Deutschland und der EU bleibt derweil nicht viel anderes übrig, als zu hoffen: Darauf, dass Biontech und Pfizer ihre Produktionskapazitäten doch noch stärker ausweiten können als geplant und dann doch noch etwas mehr Impfstoff früher ankommt. Vor allem aber auch darauf, dass der günstige Impfstoff von AstraZeneca bald zugelassen wird und womöglich doch ausreichend gut wirkt, um die Pandemie stoppen zu können.

    Für die drittstärkste Wirtschaftsmacht der Welt ist das ein bisschen wenig.


    https://www.spiegel.de/wirtsch…ocket-newtab-global-de-DE

    2021 wird das Jahr des Gelabers

    Das zweite Corona-Jahr steht vor der Tür, mit ihm kommt die Kalte Krise. Es herrscht nun eine ständige Bedrohung, die jederzeit ausbrechen kann. In ihrer Angst reden die Menschen viel – und ja, das hilft.

    Etwas zu einfache Vorhersage vielleicht, aber 2021 wird das Jahr des Gelabers. Luftheißes, dampfplauderiges, schwafelsaures Gelaber, so scheint es. Alle reden irgendwie von Dingen, von denen sie nichts verstehen. Eine so naheliegende Prognose erfordert trotz ihrer Schlichtheit eine Definition: Gelaber ist der deutsche Begriff, der dem amerikanischen bullshit am nächsten kommt. Klassisches Gelaber ist gleichzeitig so irrelevant und falsch, dass noch nicht einmal das Gegenteil richtig und wichtig ist


    Der große Gelaberologe Harry G. Frankfurt beschreibt in seinem Standardwerk »On Bullshit« den entscheidenden Zusammenhang: »Die Produktion von Gelaber wird stimuliert, wann immer die gefühlte Verpflichtung sich zu äußern größer wird als die Kenntnis der Fakten … das gilt umso mehr für Leute, die glauben, es sei ihre Verantwortung als moralisch handelnde Menschen, sämtliche Zustände und Ereignisse in aller Welt zu bewerten.«

    2021 wird das Jahr des Gelabers, weil fast niemand ausreichend viel über Corona weiß, aber fast alle glauben, sie müssten jedes Zwischenergebnis ausgiebig bewerten. Zum Beispiel in sozialen Medien wie Facebook, Instagram, Twitter und den Kommentarspalten der Nachrichtenseiten. Wir treten mit dem Impfstart ein in die nächste Phase der Krise, die Corona heißt. Gelaber und Krisen, das weiß man spätestens seit den Debatten über die Klimakrise, bedingen sich auch im 21. Jahrhundert gegenseitig. Die anhaltende Coronakrise produziert auch deshalb neue Größenordnungen von Gelaber, weil es sich wahrscheinlich um eine neue Krisenform handelt.

    Der Krisenforscher Rüdiger Graf stellt im »Handbuch Krisenforschung« fest: »Krisen sind nicht in der Welt, sondern eine Situation wird erst dadurch zur Krise, dass sie sprachlich und narrativ als solche gefasst wird.« Das erklärt die neue Qualität der Coronakrise, die erste globale Pandemie in Zeiten von allgegenwärtiger Dauerkommunikation, die ständig neue sprachliche und narrative und dahingelaberte Fassungen der Krise produziert. Das, was die globale Gesellschaft überhaupt unter Krise versteht, wandelt sich mit den neuen Möglichkeiten, davon zu erzählen. Soziale Medien erschaffen gewissermaßen eine eigene Form der Krise.

    Krise und Fortschritt sind eng miteinander verbunden

    Graf hat für das 20. Jahrhundert zwei große Krisentypen beschrieben, oder besser: zwei Wahrnehmungstypen der Krise. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Krise noch im quasimedizinischen Sinn der Wendepunkt, nach dem bestenfalls die Heilung folgt. Bert Brecht und Walter Benjamin planten 1930 eine Zeitschrift mit dem Namen »Krise und Kritik« mit dem Ziel, »die Krise festzustellen oder herbeizuführen mit dem Mittel der Kritik«. Heute schwieriger einzuordnen, aber natürlich existierte ein linksintellektuelles Sehnen nach der Krise als Instrument zur Weltverbesserung. Die erste Ausgabe der Zeitschrift sollte den Titel tragen: »Die Begrüßung der Krise«, früher war alles besser, sogar Krisen waren begrüßenswert super, offenbar.

    In den Siebzigerjahren aber, sagt Graf, wandelte sich der Krisenbegriff: Etwas vereinfacht gesprochen, musste der Mensch seine Ohnmacht feststellen. Globalisierung, Kalter Krieg, Ölkrise produzierten massenhafte Hilflosigkeit. Graf führt das auf einen veränderten Fortschrittsbegriff zurück. Das alte, linke Projekt des Fortschritts etwa bekam unübersehbare Risse. Die progressive Flucht nach vorn mithilfe einer ordentlichen Krise war plötzlich mangels goldener Zukunftsvision kaum mehr erstrebenswert. Im Wahlprogramm der damals noch zweifelsfrei linken Partei Die Grünen stand 1987:


    »DIE GRÜNEN unterstützen den Widerstand gegen IuK-Techniken und fordern: …

    • Keine Digitalisierung des Fernsprechnetzes.
    • Keine Dienste- und Netzintegration im Fernsprechnetz (ISDN).
    • Keine Glasfaserverkabelung (Breitband-ISDN). …

    DIE GRÜNEN sind für Boykottmaßnahmen gegen Erzeugnisse der IuK-Industrie wie Bildschirmtext«.

    Obwohl es retrospektiv doch einen gewissen Charme hat, die Fehlentwicklungen der Digitalisierung dem nicht erfolgten Verbot des Bildschirmtextes zuzuschreiben, müssen wir erkennen: Krise und Fortschritt sind sehr eng miteinander verbunden. Denn eine Krise ist immer auch eine Gelegenheit für den Fortschritt, sich endlich angemessen zu beweisen (Internet, Elektroroller) – oder eben nicht (Atomkraft, Fax).

    Kollumne Spiegel - Sascha Lobo

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    EU 2021: Autohersteller müssen Realverbrauch melden
    EU überwacht den Spritverbrauch

    Ab 2021 müssen Autohersteller den realen Verbrauch ihrer Fahrzeuge an die EU übermitteln. So soll sich zeigen, ob die Autos nur auf dem Prüfstand oder auch auf der Straße sparsam sind!

    Ab 2021 müssen Autohersteller den Realverbrauch jedes einzelnen Fahrzeugs erfassen und der EU-Kommission melden. So soll sichergestellt werden, dass die Abweichungen von angegebenen und tatsächlichen Verbrauchswerten nicht mehr so stark ausfallen, wie das bislang der Fall ist. Dementsprechend müssen alle Pkw und leichten Nutzfahrzeuge mit neuer Typengenehmigung ab dem 1. Januar 2020 mit einem sogenannten "On-Board Fuel Consumption Meter", kurz OBFCM, ausgestattet sein. Ab 2021 ist die Software, die den Krafstoff- oder Energieverbrauch des jeweiligen Modells aufzeichnet, dann für alle Fahrzeuge Pflicht, die zum ersten Mal zugelassen werden. Zeitgleich soll dann die Übermittlung der Daten an die EU-Kommission starten. Der neuesten Auswertung der Umweltorganisation "International Council on clean Trasportation" (ICCT) zufolge ist der Realverbrauch derzeit um durchschnittlich 39 Prozent höher als die Autohersteller angeben.

    Neu ist die Technologie, mittels derer die Autohersteller den Realverbrauch ab 2021 an die EU melden müssen, nicht. Neu ist lediglich die verpflichtende Übermittlung an die Kommission. Denn bisher werden die per OBFCM erhobenen Daten von den Autobauern nur für interne Zwecke genutzt. Wie genau der künftige Datentransfer technisch umgesetzt werden soll, ist bislang unklar. Denkbar wäre etwa, die Daten bei der Hauptuntersuchung auslesen zu lassen und dann anonymisiert an die Kommission zu übertragen. Die Übermittlung könnte aber auch automatisiert ablaufen oder es könnten Daten bei Stichprobenkontrollen ermittelt werden. Offen ist derzeit auch noch, welche Zahlen zum Realverbrauch künftig von der EU-Kommission veröffentlicht werden. Fest steht nur, dass bis zum Ende der Erprobungsphase bis 2026 jährlich ein Bericht zu den Entwicklungen der Unterschiede zwischen Norm- und Realverbrauch veröffentlicht werden soll. Ein konkretes Gesetz müsste die EU-Kommission dann spätestens 2030 formulieren, um die Differenz zu minimieren. Auch Autofahrer könnten künftig in die Pflicht genommen werden: Experten zufolge ist die Einführung einer CO2-Verbrauchsbesteuerung denkbar, wobei Fahrer, die besonders sparsam unterwegs sind, steuerlich entlastet werden könnten. Wer hingegen viel Kraftstoff verbraucht, müsste dann mehr zahlen.


    Quelle : https://www.autozeitung.de/eu-…Rw7JiV09SHceunrOEuvWoett4

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    BUNDESREGIERUNG WILL SICH NICHT DIREKT GEGEN CORONA IMPFEN LASSEN

    Berlin - Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) hat die Entscheidung der Bundesregierung verteidigt, sich zu Anfang der Corona-Impfkampagne nicht gleich selbst gegen das Virus impfen zu lassen.

    "Wir haben bewusst gesagt, wir beginnen zuerst mit einem Impfangebot an die besonders Verwundbaren, die besonders Verletzlichen", sagte der CDU-Politiker am Samstag in Berlin.

    Er fügte aber hinzu: "Sollte es zu einem gegebenen Zeitpunkt auch Sinn machen, um Vertrauen zu stärken, ist jeder von uns als erstes bereit, sich auch impfen zu lassen."

    Am Sonntag beginnen die Corona-Impfungen in Deutschland. Zuerst sollen die Menschen über 80 sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden.

    Nach den Empfehlungen der ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts ist "Personal in Schlüsselpositionen der Landes- und Bundesregierungen" erst in der fünften von sechs Stufen an der Reihe - zusammen mit den Menschen zwischen 60 und 64.

    In den USA haben sich bereits der 61-jährige Vizepräsident Mike Pence und der zum Präsidenten gewählte Joe Biden mit seinen 78 Jahren impfen lassen.

    Spahn sagte, in Deutschland würde es so oder so Diskussionen geben: "Wenn sich die Politik zuerst impfen lässt, werden einige sagen: 'typisch, die wieder zuerst, und wann sind wir dran?'"


    Tag24.de