Steigende Leergewichte bei PKWs problematisch ?

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  • STEIGENDE LEERGEWICHTE BEI PKW-MODELLEN
    Achtung, die 3-Tonner kommen!


    Es wird immer mehr zur Regel, dass Pkw-Modelle ein zulässiges Gesamtgewicht von mehr als drei Tonnen aufweisen. So manche Baureihe darf gerade noch so mit dem B-Klasse-Führerschein gefahren werden. Die Elektrifizierung ist nicht das alleiniger Problem, verschärft es aber.

    Der 1. Januar 1999 war in Sachen Führerschein ein einschneidendes Datum. Damals, vor gut 23 Jahren, wurden die deutschen Fahrerlaubnisklassen in die EU-Logik überführt. Was vor allem die Rechte von Menschen mit Pkw-Fahrerlaubnis stark beschnitt: Wer zuvor den Klasse-3-Führerschein erwarb, konnte damit nicht nur normale Autos fahren. Sondern auch Lastwagen mit einer zulässigen Gesamtmasse von maximal 7,5 Tonnen oder Züge mit nicht mehr als drei Achsen. Für Menschen mit der nachfolgenden Klasse-B-Fahrerlaubnis liegt das Limit in puncto zulässiger Gesamtmasse dagegen bei 3,5 Tonnen.


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    Der Privilegienverlust war für die meisten Autofahrerinnen und -fahrer verkraftbar. Ein Mercedes S 500 der Baureihe W220, seinerzeit eines der größten Pkw-Modelle, wog selbst in der Langversion damals nur 1.875 Kilogramm. Das zulässige Gesamtgewicht? 2,4 Tonnen, weshalb es sogar noch möglich war, bis zu 1,1 Tonnen schwere Anhänger zu ziehen. Dieser Spielraum war beim BMW 750iL (Werks-Code E38), der sich rund um die Zwei-Tonnen-Marke bewegte, zwar etwas kleiner, aber immer noch ausreichend bemessen.

    Nah dran am 3,5-Tonnen-Limit

    Bei den modernen, rein elektrisch angetriebenen Nachfolgern der beiden genannten Oberklasse-Limousinen sieht die Sache schon anders aus. Der BMW i7 xDrive60 wiegt leer deutlich mehr als der Urahn aus den späten Neunzigern: Das Leergewicht von 2.715 Kilogramm (nach EU-Norm) toppt die zulässige Gesamtmasse von damals klar und eindeutig. Bei dieser kommt der bayerische Elektriker dem Klasse-B-Führerscheinlimit mit 3.250 Kilogramm übrigens schon ziemlich nah. Kaum besser sieht es beim Mercedes-AMG EQS 580 53 4Matic+ aus: Er wiegt leer 2.680 Kilogramm und darf bis zu 545 Kilogramm zuladen; macht ein zulässiges Gesamtgewicht von 3.225 Kilogramm.


    Das Phänomen immer gewichtigerer Autos ist nicht neu und hat viele Ursachen. Immer bessere Sicherheitssysteme bringen ebenso mehr Masse ins Auto wie das Kundenbedürfnis nach immer komfortableren Ausstattungen und immer mehr digitaler Technik. Hinzu kommt das Größenwachstum, das – um bei den Beispielen zu bleiben – den EQS im Vergleich zum S-Klasse-Vorfahren um gut 16 Zentimeter hat wachsen lassen. Beim BMW geht das Längenwachstum gar in Richtung 27 Zentimeter. Dabei – um dies noch einmal zu betonen – handelt es sich bei den alten Oberklassemodellen um die Langversionen ihrer Baureihen. Der anhaltende SUV-Boom tut in Sachen Gewichtszunahme sein Übriges.

    Allein der Akku wiegt fast 700 Kilogramm

    Die Haupttreiber bei der Gewichtszunahme sind aber freilich die XXL-Akkus mit einer nutzbaren Kapazität von jeweils über 100 Kilowattstunden, die der EQS und i7 mit sich herumschleppen. Allein der Energiespeicher des Mercedes soll 692 Kilogramm wiegen; jener des BMW dürfte sich in dieser Hinsicht in ähnlichen Regionen bewegen. Damit sind diese Batterien sogar noch verhältnismäßig leicht: Der Akku des Audi E-Tron S Quattro bietet eine Netto-Kapazität von lediglich 86 Kilowattstunden, wiegt aber 699 Kilogramm. Kein Wunder, dass der Elektro-SUV mit 2.730 (Leergewicht) beziehungsweise 3.245 Kilogramm (zulässiges Gesamtgewicht) zu den Schwersten im Lande gehört.

    Nun könnte man meinen: Alles im grünen Bereich, das Klasse-B-3,5-Tonnen-Limit ist ja noch ein paar Kilo weg. Das stimmt zwar. Aber auch nur so lange, bis mal ein Hänger gezogen werden soll. Das dürfte beim i7 und EQS ein eher nebensächliches Thema sein. Anders beim E-Tron, schließlich sind SUV beliebte Zugfahrzeuge für Wohn- und Pferdeanhänger. Inhaberinnen und Inhaber eines Klasse-B-Führerscheins müssen hier schnell passen; viel mehr als der Transport von Gartenabfällen im Leichtgewicht-Trailer aus dem Baumarkt ist für sie mit diesem Auto nicht möglich. Es sei denn, man verfügt über einen Hängerführerschein. für den sind 5 Pflichtfahrstunden vorgeschrieben – und so viele darüberhinaus wie der Fahrschüler halt braucht um die Hängermanöver zu erlernen. Da erreichen die Kosten schnell vierstellige Eurobeträge. Oder Mama und Papa müssen ran – samt Klasse-3-Fahrerlaubnis.

    Elektro, PHEV oder Luxusklasse

    Schaut man sich die schwersten aktuellen Automodelle an, sehen sich vor allem E-Auto-Kritiker in ihrer Argumentation bestätigt. Neben reinen Elektro-Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden (PHEV) liegen in dieser Rangliste lediglich Vertreter aus der absoluten Luxusklasse an der Spitze. Sie stehen aufgrund minimaler Stückzahlen für sich und eher nicht exemplarisch für das beschriebene Gesamtbild. Das sieht bei Autos wie dem Audi E-Tron S Quattro oder dem Mercedes GLE 350 de 4Matic, bei dem es sich um einen Diesel-PHEV handelt, schon anders aus.

    Bleibt die Frage nach der Perspektive: In welche Gewichtsklassen werden die Autos noch abdriften? BMW hat bereits verlauten lassen, dass der für 2023 angekündigte XM, ein Monster-SUV mit PHEV-Antrieb, noch schwerer sein wird als der i7. Danach soll jedoch, vor allem getrieben von verbesserter Zellchemie für die Batterien, der Umkehrschwung erfolgen. Bleibt zu hoffen, dass die Fortschritte nicht durch andere Effekte aufgefressen werden. Sonst verfügt die Kundschaft irgendwann nicht mehr über die passenden Führerscheine. Der Anteil jener Verkehrsteilnehmer, die dank Klasse-3-Fahrerlaubnis bis zu 7,5 Tonnen bewegen dürfen, nimmt naturgemäß immer mehr ab.


    Viel weiter lässt sich die Gewichtsschraube nicht mehr drehen; die Beschränkungen des Klasse-B-Führerscheins setzen hier ein natürliches Limit. Wobei es bereits Bestrebungen gibt, die Gewichtsgrenze auf 4,25 oder gar 4,5 Tonnen anzuheben. Dafür kämpfen zwar vor allem die Interessensvertreter der Caravaning-Branche. Aber die Trends bei den Pkw-Gewichten könnte das Thema auch für die Fahrerinnen und Fahrer normaler Pkw relevant werden lassen.

    Dennoch steht außer Frage, dass die Autoindustrie Wege finden muss, ihre Produkte wieder abspecken zu lassen. Hoffen wir, dass die technische Entwicklung hier die nötigen Fortschritte bringt. Und dass auch die Kundschaft einsieht, dass weniger in dieser Hinsicht mehr ist.


    https://www.auto-motor-und-spo…KcA9HOyAQQmh9mSkdda-xsYG8






    Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, daß man Recht haben und doch ein Idiot sein kann ;) :omg

  • Ich stell mir grade vor was passiert, wenn so ein 3-Tonnen-Schiff mit einem Fiat Panda, Mitsubishi SpaceStar oder VW Up zusammenrasselt.

    Bevor manche Menschen Niveau haben, hat vorher noch Spongebob einen Führerschein !

  • mcb,


    stell Dir das lieber nicht vor ...sondern mach das Du da dann raus kommst ...... könnte eine extreme Tieferlegung geben ...... :lool:pp

    lizensierter Mitsubishi Old Boy


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