Pajero-Werk an Klopapier-Hersteller verkauft

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    Mitsubishi verkauft seine bereits geschlossene Pajero-Fabrik an Daio Paper, Japans führenden Hersteller von Taschentüchern und Toilettenpapier. Es ist ein unrühmliches Ende für dieses Werks, das einmal als das Kronjuwel der Fertigungsanlagen von Mitsubishi Motors galt. Die Fabrik wurde einst erhobenen Hauptes nach Mitsubishis zwölffachem Paris-Dakar Gewinner benannt, dem ganzen Stolz eines ehemals bedeutungsvollen Autoherstellers.


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    Vor der Schließung im Jahr 2020 war Pajero Manufacturing Co., Ltd. der größte Arbeitgeber der Region. Die Firma befand sich in der Stadt Sagahogi, Gifu Prefektur und war so wichtig für die örtliche Wirtschaft, dass die Stadt den Spitznamen Pajerotown erhielt. Die vielseitigen Fertigungsstraßen stellten nicht nur Pajeros her, sondern auch Delicas, L200 (Forte/Mighty Max). Mitsubishi nutzte freie Produktionskapazitäten sogar, um Fahrzeuge für andere Firmen wie Toyota und Honda zu fertigen.


    Die Schlagzeile über den Verkauf der Firma wurde durch den Nikkei verkündet, der einen Verkaufspreis für die komplette Firma, inkl. dem Grundstück von ¥4 Milliarden (30 Millionen Euro) nannte. Es ist Teil des Restrukturierungsplans von Mitsubishi Motors dringend Fixkosten zu reduzieren, um den taumelnden Autohersteller zu retten. Der Nikkei fügte hinzu: "Der Autohersteller wurde außerdem mit einem 30% Anstieg der Fixkosten in den Jahren 2015 bis 2019 belastet, welcher aus der aggressiven Expansionsstrategie des früheren Vorstandsvorsitzenden Carlos Ghosn resultierte und den Nettoprofit einschränkte".



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    Zu den Hochzeiten wurden in der Fabrik 170.000 Autos pro Jahr hergestellt. Ursprünglich hofften die Menschen vor Ort, dass Mitsubishi einen anderen Fahrzeughersteller finden würde, der das Werk kaufen und die Mitarbeiter übernehmen würde. Der Nikkei berichtet: "Von den rund 1.000 Mitarbeitern des Werks werden etwa 30% in anderen Bereichen bei Mitsubishi Motors eingesetzt, weitere 30% haben neue Jobs bei anderen Arbeitgebern in dieser Region angenommen. Nur 250 Mitarbeiter haben das Angebot angenommen in den vorzeitigen Ruhestand zu wechseln. Einige werden vermutlich darauf hoffen in der Daio Fabrik zu arbeiten, wenn diese öffnet."


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    "Daio plant das Werk für die Produktion von sanitären Papierprodukten wie Taschentüchern und Toilettenpapier zu nutzen", meint Nikkei. Ironischerweise ist die Papierindustrie selbst im Umbruch, da die Welt sich immer mehr in Richtung elektronischer Kommunikation entwickelt. Das ist einer der Gründe warum sich Daio vermehrt Sanitär- und Verpackungsprodukten widmet.

    Schon ab dem Zeitpunkt, als Mitsubishi den Pajero einstellte wussten wir, dass das Ergebnis traurig sein würde, aber ein tieferer Sturz als von Fahrzeugen, welche die Rally Dakar dominierten, zu Klopapier ist kaum vorstellbar. Pajero Manufacturing Co., Ltd. war eine der interessanteren Firmen der Automobilwelt.


    Aus dem Englischen übersetzt von: https://japanesenostalgiccar.c…-to-toilet-paper-company/

  • Wäre ich Werksleiter von Daio würde ich versuchen mein Image irgendwie dadurch aufzuwerten, dass ich

    das Erbe der Fabrik in mein Vermarktungskonzept einbinde. Zum Beispiel irgendwo im Werksgelände eine

    kleine Museumsecke oder sowas.....

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