Kommt jetzt das Aus für tausende Tattoo-Studios ?

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    Kommt jetzt das Aus für tausende Tattoo-Studios ?
    EU-Verbot von Tattoofarben

    Das Verbot von Tattoofarben führt zu großer Verunsicherung bei Kunden und Tätowierern. Doch was hat es mit dem Verbot auf sich? Und wird es bald tatsächlich keine Tattoo-Termine mehr geben? Ein Tätowierer gibt Antworten.

    Ab Januar 2022 wird sich für Tätowierer und deren Kunden einiges ändern. Eine neue EU-Verordnung verbietet wichtige Inhaltsstoffe in Tattoofarben. Doch was bedeutet das wirklich für Kunden und Tätowierer? Kevin Fischer von Akora Tattoo gibt im Interview antworten.

    Warum werden Tattoofarben verboten?

    "Tatsächlich ist es so, dass nicht generell die Farben verboten werden. Mit den neuen EU-Gesetzen werden ab 2022 einige Inhaltsstoffe verboten, die sonst in Tattoofarben enthalten sind. Ab 2023 sollen dann auch noch die Pigmente Blau 15 und Grün 7 verboten werden."

    Können sich die Menschen ab 2022 nicht mehr tätowieren lassen?

    "Doch, die Kunden können sich weiterhin tätowieren lassen. Denn es gibt bereits einige Farbhersteller, die konforme Farben entwickelt haben. Schade ist dabei, dass die 'alten Farben' entsorgt werden müssen."

    Müssen sich die Träger alter Tattoos nun Sorgen machen?

    "Nein. Ich tätowiere seit über zehn Jahren, bisher sind nie Auffälligkeiten bekannt geworden. Selbst das 'Bundesinstitut für Risikobewertung' teilte mit, dass die Datenlage nicht für ein Verbot sprechen würde."

    Wie können sich Interessierte über die neue Verordnung informieren?

    "Es gibt einige gute Informationsseiten - wie zum Beispiel 'feelfarbig' - zu dem Thema. Außerdem gibt es eine größere Petition, bei der auch wichtige Infos nachzulesen sind. Ich versuche, meine Kunden regelmäßig via Instagram zu informieren."

    Wird es vorerst nur "Black & Grey"-Tattoos geben?

    "Ich persönlich tätowiere generell am liebsten realistische Tattoos in Schwarz/Grau - dennoch gibt es immer wieder Kunden, die sich Farbtattoos wünschen. Bei meiner aktuellen Terminvergabe sage ich den Kunden, dass wir noch etwas abwarten müssen, wie sich die Situation entwickelt. Für 2022 haben die Farbhersteller bereits REACH-Konforme Farben angekündigt. (Anm. Redaktion: REACH steht für Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) Also ist es auch im kommenden Jahr weiterhin möglich, sich ein Farbtattoo stechen zu lassen."

    Seid ihr tättoowiert ?
    Was sagt ihr über die neue Verordnung ?

    Wenn du etwas zu sagen hast, sollte das was du sagen willst, besser sein, als wenn du schweigen würdest ! :pen