Eine Woche mit dem neuen Eclipse Cross PHEV

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  • Erstzulasung
    1. Mai 2021

    Hallo,


    ich hatte jetzt genau eine Woche den neuen EC PHEV als Top mit allen möglichen Extras zur freien Verfügung und möchte gerne meine Erfahrung mit euch teilen.


    Wie fange ich an?


    Es handelte sich um einen Eclipse Cross PHEV als Top mit ca 2200km auf dem Tacho.


    Ich habe wegen einer selbstverschuldeten Reperatur an meinem EC, von meinem Händler den neuen PHEV bekommen. Ich war schon länger mal daran interessiert diesn anzugucken bzw auch zu fahren. Das ich unter diesen Umständen für längere Zeit als nur einer Probefahrt den neuen PHEV bekommen konnte war eine nette Sache.


    So übernahm ich das Auto leider mit leeren Akku und fuhr erstmal entspannt nachhause. Da ich im Alltag den normalem EC fahre ist die Bedienung usw nichts ungewohntes wenn man in den PHEV steigt. Erstmal ließ ich auf den ca. 30km Heimweg den Akku per Motor laden. Daheim angekommen, mal genauer und Inruhe den neuen angeguckt.


    Insgesamt sieht er schon gut aus, ist etwas größer als der "alte" wovon man aber nicht direkt viel hat. Der Kofferraum beim PHEV ist immer so groß wie, wenn man beim "alten" die Sitze ganz nach vorne schiebt. Dafür fällt diese durchaus für hinten mitfahrende komfortable Funktion weg. Zudem verliert man im PHEV durch die hinten verbaute Starterbatterie den kompletten doppleten Boden. Dieser beschränkt sich auf ein kleineres Fach das für das zum laden nötige Kabel gedacht ist.


    Im Innenraum finden sich einpaar unterschiede zum "alten" ein anderes Radio, das Klimabedienteil ist anders und es gibt keinen Hebel mehr für den Tankdeckel sondern dieser wird per Knopfdruck geöffnet. Zudem hat der PHEV immer ein dunklen Dachhimmel. Anfänglich hätte ich dies als zu dunkel erwartet, dank dem Panoramadach ist dies aber sehr angenehm.


    Kommen wir zum größten Unterschied die Art wie er sich fortbewegt. Ich selber habe einen 1,5 Turbo Benziner mit Allrad und CVT. Der PHEV hat logischerweiße Elektromotoren mit einem Benziner der hauptsächlich als Aggregat aber auch zum unterstüzten auf die Forderachse wirkt.


    Hauptunterschied, man hat quasi keine Verzögerung. Gibt man Gas so passiert sofort etwas. Insgesamt hält sich aber die Beschleunigung mit dem 1,5er Benziner und CVT die waage. Im Alltag ohne Garage mit Steckdose gestaltet sich ein PHEV schon als etwas schwierig. Man ist grundsätzlich entspannt unterwegs, jedoch ist es auch relativ sinnfrei den Akku immer über den Benziner zu laden, Auch hier in der Gegend gestaltet sich das Aufladen als nicht so einfach, es gibt einpaar wenige Ladesäulen zb beim Aldi die ein langsames laden ermöglichen. So konnte ich zwar gratis, beim Einkauf im Aldi in ca. 20 min 1Kw/H laden. Das ist natürlich ein Tropfen auf den heißen Stein. Schnellladen war hier in Bad Kissingen und Umgebung sogut wie nicht möglich da es keine Säule mit CaDeMo Anschluss gibt.

    Also lief die Woche im Alltag zu 90% so ab, das der Akku nur per Benzinmotor und Rekuperation geladen werden konnte. Dabei fällt schnell auf, die Anzeige für die elektrische Restreichweite scheint nach dem Würfelprinzip zu gehen. Verlässich ist die Reichweite nicht.


    Auf längeren Strecken von ca 80km mit ca 70% davon Autobahn lief der EC meist auch mit dem Benziner.


    Insgesamt stellt sich damit die Frage lohnt sich das ganze wirklich? Meiner Meinung nach nur wenn man wirklich die Möglichkeit hat aktiv und tgl den Akku per Steckdose zb über Nacht aufzuladen. Auch zeigt sich das die gesamte Infrastruktur noch weit davon entfernt ist das fast jeder ein reines E-Auto oder einen Hybrid fährt.


    Um den aber den PHEV zu loben, man merkt das Mitsubishi gute 10 Jahre praktische Erfahrung mit diesem Antrieb hat. Alles läuft extrem smooth, man merkt keinerlei Ausetzer wenn der Benziner einspringt. Auch ist der Benziner sehr dezent und nicht stark hörbar. Das man immer Allrad hat ist ein sehr netter Nebeneffekt den viele deutsche Hersteller nicht anbieten. Die Verarbeitung ist wirklich vollkommen in Ordnung, nichts klappert oder knarzt.


    Würde ich tauschen?


    Zugegeben als ich heute den PHEV wieder abgeben musste und meinen zurück bekam, war es schon etwas Schade. Man gewöhnt sich sehr schnell an den PHEV.

    Aber im Endeffekt wäre für mich ein PHEV nach aktuellen Lademöglichkeiten nicht sinnvoll nutzbar. Auch glaube ich nicht das er unter dem Strich so günstiger wäre als mein reiner Benziner.


    Was man dem PHEV auch anmerkt, er wiegt nun mal gute 400kg mehr als mein EC. Das Gewicht ist gerade bei schnelleren Kurvenfahrten doch spürbarer. Dennoch hat er eine angenheme Straßenlage.


    Ich persönlich empfand diesen ein wöchigen Ausflug in die Zukunft sehr spannend und angenehm. Wenn sich insgesamt an der Infrastruktur mehr ändert ist das ganze auch sinnvoller und effektiver nutzbar.


    Trotzdem freue ich mich meinen knapp zweieinhalb Jahre alten EC wieder zu haben.


    Aber weiter so Mitsubishi, ihr müsst euch nicht verstecken!


    Gerne dürft ihr eure Meinungen äußern ein Austausch über eure Erfahrungen ist spannend und zeigt ob ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht habt.


    Im Anhang noch einpaar Bilder.


    Viele Grüße!


    Robert


    PS: Die Fotos während der Fahrt wurden von einem Mitfahrer gemacht.

    • Hilfreich

    Schön geschrieben und reell. Als ich meinen gekauft hab, hatte ich vorher ein langes Telefonat mit H.Büttner.

    Die entscheidende Frage war, kannst du u Hause laden. Ja das kann ich und sogar mit Nachtstrom. seine Aussage : "Murmel für dich ist das das richtige Auto"

    Gut es ist jetzt nicht der Zwerg, Aber hier geht es ja um das Konzept. Für mich als Rentner auch richtig um mal einkaufen zu fahren ( Brötchen holen ohne einen PDF zu beachten) und bei Bedarf auch Freunde, Treffen und Urlaub ab zu decken.

  • Da bin ich absolut bei dir wenn man so laden kann macht das Sinn. Die paarmal im Jahr lange Strecken für Urlaub usw kann man dann auch mal den Sprit verkraften.


    Unabhängig davon empfinde ich den EC PHEV vom Neupreis ausgehend ca 10.000€ zu teuer.


    Man bekommt zwar die Prämie ist dann aber bei nem Top immernoch bei ca 40.000€. Das ist zuviel finde ich.

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