Luftansaugung ändern ab Luftfilter

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  • Erstzulasung
    4. August 2009
    Ausstattungsvariante
    Intense
    Karosserieform
    Limousine
    Kombi
    Kilometerstand
    215.600
    Motorvariante
    1.8L 143PS
    Getriebevariante
    Handschaltung

    Es ist ja alt bekannt dass bei Umbau auf einen Short Ram Intake oder Colt Air Intake über kurz oder lang die MKL kommt mit dem Fehler "Gemisch zu mager". Das liegt daran dass der Durchmesser bei den anderen Intakes für die Map des 2.4L Motors aus den USA ausgelegt ist, diese haben von Haus aus einen größeren Durchmesser am LMM als die 1.8er EU-Modelle.


    Ich habe mir für günstig Geld mal einen Deckel vom Luftfilterkasten des Outlander 2 mit dem 4B12 Motor gekauft, um das ganze mal nachzustellen. Tauscht man nur den Deckel in dem der LMM sitzt, geht die Short Term Fuel Trim (STFT) relativ schnell auf +25% (Regelgrenze) um mehr Sprit einzuspritzen, die Long Term Fuel Trim (LTFT) zieht dann nach auf bis zu +12,5% was deren Regelgrenze ist. Da es die ECU nicht schafft den Sprit selbst mit beiden Werten in den Regelbereich zu bringen (Lambda 1 in Teillast), fährt sich die "Möhre" sehr zäh und läuft permanent zu mager. Daher ist der Deckel auch erst mal wieder ins Lager verschwunden, die Idee mit größeren Einspritzdüsen um das zu kompensieren habe ich auf Grund der Preise für Gebrauchtteile sehr schnell wieder verworfen.


    Vor kurzen habe ich dann nochmal nach gebrauchten Düsen gesucht und habe für 70€ eine komplette Einspritzleiste inkl. Düsen aus dem Outlander mit 4B12 Motor ergattern können. Leider war der Umbau der Einspritzleiste doch nicht so einfach und schnell erledigt wie gedacht, dennoch war es dann mit viel Fluchen nach ca. 45Minuten erledigt und auch der Deckel vom Luftfilterkasten war wieder verbaut. Der erste Start mit den neuen (furztrockenen) Düsen dauerte natürlich etwas, dennoch war der Leerlauf deutlich ruhiger und geschmeidiger, auch war das fahren quasi genauso spritzig wie mit den kleinen Düsen und Deckel, nur dass er besser anzieht/anspricht.


    Nach ein paar Tagen mit Loggen der STFT & LTFT kam dann doch wieder die MKL mit "Gemisch zu mager", das liegt aber daran dass die LTFT an der Regelgrenze bei +12,5% ist. Jetzt kommt aber die gute Nachricht: die STFT pendelt zwischen +3% und +10%, sodass die ECU das Gemisch weiterhin auf Lambda 1 regeln kann, was nur mit dem Deckel (oder Intake) gar nicht möglich war! :prof:gut

    Auch unter Vollgas bleibt das Lambdasignal (ja ich weis es ist eine Sprungsonde) nun beim gleichen Wert wie mit den kleinen Düsen und dem 1.8er Deckel.


    Was hat es mir bisher gebracht? Vom Anzug her und Ansprechverhalten sagt das Popometer es ist besser, außerdem habe ich das Gefühl dass er am 6000rpm "mehr" Luft bekommt und ab da einfacher weiterdreht. Spritverbrauch trotz nicht passendender Abstimmung ist an sich gleich geblieben, bzw. in der Messtoleranz der Spritmonitor-App.


    Um jetzt das Gemisch wieder passend zu bekommen wäre die Frage ob ich zu einem Tuner fahre und die Map anpassen lassen, oder einfach mal eine größere Spritpumpe probiere - mehr Druck = mehr Sprit. Leider bin ich nicht schlau geworden, wie die Pumpe im Lancer angesteuert wird, da es keinen Rücklauf gibt (oder ich den noch nicht gefunden habe). Laut PartSouq gibt es auch nur eine Spritleitung und eine Leitung für die Tankentlüftung.


    Über Kritik, Ideen und sonstige Beteilung würde ich mich doch sehr freuen, ich habe gerade doch sehr Spass dran da weiter zu kommen. Und das obwohl der Lancer doch schon sehr in die Jahre gekommen ist.


    LG Alex

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