Revolutioniert dieser Beamer das Home Entertainment ?

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  • Drei Laser, Mini-Abstand, Streaming-Apps – dieser Beamer setzt neue Maßstäbe


    Beamer zeigen Filme im Kinoformat. Sie haben aber oft praktische Nachteile. The Premiere von Samsung will die ausradieren. Die größten Vorteile sind wohl die Kurzdistanz und weniger Kabelsalat. Doch das hat seinen Preis.
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    as bei Fernsehern als groß gilt, lässt echte Kino-Fans nur müde lächeln. Bei gut zwei Meter Bilddiagonale oder 85 Zoll ist bei Fernsehern Schluss, sieht man einmal von wenigen unbezahlbaren Exoten ab.


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    Beamer dagegen erreichen zwei Meter ganz locker, bei guten Modellen sind auch drei Meter und mehr möglich. Das ergibt dann wirklich einen Bildeindruck wie im Kino, wo praktisch das gesamte Blickfeld von der Leinwand ausgefüllt ist, was die Zuschauer förmlich ins Geschehen hineinzieht.

    Allerdings sind normale Video-Projektoren im Wohnzimmer nur schwer unterzubringen: Unter der Decke sehen sie nicht schön aus, auf dem Couchtisch stehen sie im Weg. Und dann ist da noch die Verkabelung für Zuspieler, Lautsprecher und manches mehr.

    All diese Probleme will Samsung gelöst haben: Bühne frei für The Premiere! „Computer Bild“ hat ihn getestet.

    Samsung The Premiere: Kurzdistanz Laser-Beamer

    The Premiere kann als sogenannter Kurzdistanz-Projektor unmittelbar vor der Projektionswand stehen. Ein minimaler Abstand von elf Zentimetern genügt, so viel benötigen etwa auch die Anschlusskabel auf der Rückseite. Somit steht er schon mal nicht im Weg, ein nicht zu hohes Sideboard ist die perfekte Unterlage.

    Aus dem Minimalabstand projiziert The Premiere ein 2,20 Meter breites Bild an die Wand. Verdoppelt man den Abstand – dann ist ein knapp 60 Zentimeter tiefes Sideboard oder Tischchen erforderlich –, erreicht das projizierte Bild etwa drei Meter Breite. Die Bildunterkante liegt etwas oberhalb der Projektor-Stellfläche, bei drei Meter Bildbreite und 2,40 Meter Deckenhöhe darf der Projektor nicht höher als 50 Zentimeter stehen.
    Der extreme Projektionsfaktor erfordert Fingerspitzengefühl bei der Aufstellung: Schon millimeterweise Verschiebungen führen zu deutlichen Bildverzerrungen. Bildschärfe und -geometrie lassen sich mit Testbildern im Menü sehr gut per Fernbedienung einstellen, nur sollte danach keiner den Beamer auch nur einen Millimeter verrücken.

    Ausstattung wie ein Smart-TV

    Sind die räumlichen Voraussetzungen erfüllt, lässt sich The Premiere so einfach wie ein gewöhnlicher Fernseher anschließen: Es gibt drei HDMI-Eingänge für Blu-ray-Player, Spielkonsole & Co., Fotos und Selbstgedrehte sind über einen USB-Anschluss abspielbar.

    Nutzer binden The Premiere via WLAN und Netzwerkanschluss ins Heimnetzwerk ein. Er läuft auf dem gleichen Tizen-Betriebssystem wie Samsung-Fernseher, so stehen Streaming-Apps von Apple und Amazon über Disney und Netflix bis Sky zur Verfügung.
    Apple-Nutzer können Videos auch per Airplay streamen. Selbst gewöhnliches Fernsehen ist möglich, The Premiere empfängt TV-Programme via Kabel, Satellit und Antenne – eine ungewöhnliche Ausstattung für einen Beamer.

    Derzeit der am besten klingende Beamer

    Ähnlich heikel wie die Frage nach TV-Empfang und Verkabelung ist bei Projektoren üblicherweise der Ton – falls nicht ein Heimkino-Genießer eine Surround-Anlage installiert. The Premiere spielt da seinen Standortvorteil gleich vor der Projektionswand aus, an dieser Stelle ergeben eingebaute Lautsprecher Sinn – bei einem Beamer unter der Decke sind sie blödsinnig

    Samsung spendiert The Premiere richtig gute Lautsprecher, die in dem Projektor genügend Platz für seriöse Klangerzeugung vorfinden. Klar, das geht mit großen Stereo-Boxen oder gar einer Surround-Anlage noch besser, die integrierte Lösung passt aber perfekt zum unkomplizierten „Alles in einem Gerät“-Ansatz von The Premiere.

    Drei Laser, Spiegel und krumme Linsen

    Die Platzierung ohne Kabelsalat an der Wand erfordert ein optisches Wunderwerk in dem Kurzdistanz-Projektor: Mit Spiegeln, extrem weitwinkeliger Optik und kunstvoller Entzerrung weitet der Beamer das Bild vom briefmarkengroßen Projektions-Chip auf die gewünschte Leinwandgröße auf.

    Theoretisch eignet sich eine neutral weiß angemalte Wand, doch wird diese Minimallösung den Qualitäten des Beamers bei Weitem nicht gerecht. Die Struktur des Wandputzes oder gar von Raufasertapete würde die UHD-Auflösung von 3840x2160 Bildpunkten (4K) verwischen, Streulicht nur flauen Kontrast übrig lassen.

    Denn das größte Problem von Projektoren löst auch The Premiere nicht: Beamer können Licht in fast beliebiger Abstufung projizieren, außerdem fast alle Farben der Welt, nur Schwarz und Dunkelheit können sie nicht. Schwärzer als die unbeleuchtete Wand kann das Bild nicht werden. Daher muss für einen Projektor das Wohnzimmer dunkel sein.

    Außerdem hilft ein möglichst heller Projektor – im hellen Gegenlicht kann auch eine weiße Wand schwarz aussehen. Daher stattet Samsung seinen Beamer mit potenten Lasern als Lichtquellen aus. Gleich drei Laser erzeugen rotes, blaues und grünes Licht. Daraus mischt der Projektor beliebige Farbtöne, alle drei Farben zusammen ergeben weißes Licht.

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    Die Maximalhelligkeit erreichte im Test gut 2800 Lumen, damit gehört der Samsung mit Abstand zu den hellsten Heimkino-Beamern. Seine ganze Pracht entfaltet das Bild auf einer speziellen Hochkontrast-Leinwand: Die muss einerseits mit hinreichend feiner Struktur die 4K-Auflösung erhalten, vor allem aber weist sie spezielle Reflexionseigenschaften auf.

    Während eine weiß getünchte Wand Licht diffus in alle Richtungen gleichmäßig zurückwirft, reflektiert sie in erster Linie von unten einfallendes Licht gezielt in Richtung Zuschauer. So kommt viel Helligkeit bei den Zuschauern an, während weniger Reflexionen von Decke und Wänden als üblich den Kontrast abflauen. So ist The Premiere auch im nicht komplett abgedunkelten Wohnzimmer gut einsetzbar.

    The Premiere hat helles Bild und brillante Farben

    Weil die Laser sehr viel sauberere Grundfarben erzeugen als LEDs oder gar Halogenlampen klassischer Beamer, mischt The Premiere daraus mehr Farben zusammen. Selbst den großen Farbumfang von HDR-Filmen wie aktueller Kinofilme (Farbraum DCI P3), den Top-Fernseher so gerade eben abdecken, erreicht The Premiere locker.

    Dementsprechend prachtvoll ist der Bildeindruck, wie man ihn nur bei den besten Heimkino-Beamern erlebt. Auf knapp drei bis gut sechs Quadratmeter Bildfläche entwickeln Filme eine andere Wucht als selbst auf dem größten Fernseher. Das gilt auch für Fußball-Übertragungen, Natur-Dokus und die Foto-Wiedergabe.

    Gaming entwickelt da einen ganz besonderen Reiz, wobei The Premiere mit einer Latenz von 56 Millisekunden das Bild für schnelle Action-Spiele etwas arg verzögert.

    Die Laser-Projektionstechnik ist nicht ganz frei von Nebenwirkungen: Aus Distanzen unter drei Metern ist in größeren weißen Flächen ein feines buntes Glitzern erkennbar, als wäre die Leinwand mit Metallic-Lack beschichtet.

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    Sensible Zuschauer bemerken an harten Schwarz-Weiß-Kontrasten den sogenannten Regenbogeneffekt – subtile Farbblitzer, die in erster Linie beim Blinzeln und bei Kopfbewegungen auftreten. Drei-Chip-Beamer wie der Sony VPL-VW260 kennen diesen Nebeneffekt nicht und liefern damit ruhigere Bilder.

    Mit seinem praktischen „Alles in einer Box“-Konzept inklusive TV-Empfang, Streaming-Apps und richtig guten, satt und klar klingenden Lautsprechern ist The Premiere absolut einzigartig. Kino-Fans sollten aber zum stolzen Preis (Hersteller-Empfehlung 6300 Euro) noch mindestens 1000 Euro für eine adäquate Leinwand einkalkulieren.

    Fazit: The Premiere von Samsung setzt Maßstäbe unter den Kurzdistanz-Beamern: Aus kürzestem Abstand projiziert er 2,20 bis 3,50 Meter breite Bilder an der Wand, dank UHD-Auflösung in toller Schärfe. Die Verwendung von drei Lasern als Lichtquelle bewirkt ein enorm helles und farbstarkes Bild.

    The Premiere ist wie ein sehr gutes Smart-TV-Gerät ausgestattet: unter anderem mit allen wichtigen Streaming-Apps, TV-Empfängern für Kabel, Satellit und Antenne sowie mit richtig guten Lautsprechern. Unkomplizierter kann Videoprojektion nicht sein.


    Stärken: brillantes und scharfes Bild, guter Ton, sehr umfangreiche Ausstattung

    Schwächen: erste Einrichtung nicht trivial, Beamer darf anschließend nicht verrückt werden, nur mit spezieller Leinwand beste Bildqualität



  • An einer Raufasertapete wird das wohl nicht gehen und vorm Film Abend steht dann erstmal das Staubwischen aufm Gerät an - wenn man mal wieder die Abdeckung vergessen hat. Ob sich das so durchsetzt?


    Wenn man ne Glatte Wand hat bleibt doch immer noch das Problem das bei Reflektion Eingangswinkel gleich Ausgangswinkel ist oder? Ob die Pixel dann wirklich so gestochen Scharf und genauso hoch wie breit sind....


    Grüße Schreckus

  • Warte, bis es das Teil als holografischen Projektor gibt :lool

    Mein Freund, der Baum, braucht CO₂, dies geb' ich aus dem Auspuff frei.

    Auf 100 cm² dann 2 € mehr, das mach ich gern, ich bin dabei.


    Es fährt mich ein blauer MItsubishi ASX 1,8 Di-D 4WD
    Meine Eindrücke speichert eine Sony Alpha SLT 77 II