"LICHTVERSCHMUTZUNG" ..... der neuste Quatsch, den sich die Wissenschaft aus gedacht hat

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  • Lichtverschmutzung
    Das Ende der Nacht

    Die mehr als 3000 Satelliten rund um die Erde sind so hell, dass es auf dem Planeten keinen wirklich dunklen Ort mehr gibt. Sogenannte Mega-Konstellationen könnten die Lichtverschmutzung weiter verschärfen

    Einen richtig klaren Blick auf die Sterne haben nur noch die wenigsten Menschen. Schon 83 Prozent der Weltbevölkerung sind nachts einem unnatürlich hellen Himmel ausgesetzt. Vor allem die Beleuchtung von Straßen, Fabriken, Büro- und Wohngebäuden trägt zur Lichtverschmutzung bei. Wie bereits einige Studien gezeigt haben, dehnen sich die nachts beleuchteten Gebiete jedes Jahr weiter aus und strahlen heller, auch befördert durch günstige und energiesparende LED-Leuchten.

    Allerdings geht die Lichtverschmutzung nicht nur von irdischen Quellen aus. Wie ein Forscherteam um Miroslav Kocifaj von der slowakischen Akademie der Wissenschaften nun zeigen konnte, tragen Tausende Satelliten in der Erdumlaufbahn mittlerweile erheblich zum Verlust der Dunkelheit bei. Im Fachblatt Monthly Notices of the Royal Astronomical Society schätzen die Astronomen, dass künstliche Objekte rund um die Erde den Nachthimmel um etwa zehn Prozent aufgehellt haben - so stark, dass man nirgends mehr von einem ungetrübten Blick ins All sprechen könne.

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    Mehr als 3300 Satelliten umkreisten Anfang Januar die Erde, hinzu kommen Zehntausende Teile Weltraumschrott. Nur relativ große solcher Objekte sind mit bloßem Auge sichtbar - allerdings nicht, weil sie selbst Licht ausstrahlen, sondern weil sie Licht der Sonne zur Erde reflektieren. In Umlaufbahnen von einigen Hundert bis hin zu 35 000 Kilometern Höhe werden viele dieser Objekte auch auf der Nachtseite des Planeten von der Sonne angestrahlt und leiten einen Teil des Lichts weiter zur Erdoberfläche.

    Schwärme aus Tausenden Satelliten könnten Teleskope unbrauchbar machen

    Zum Problem wird das etwa für Astronomen. Um irdischen Strahlungsquellen zu entgehen, werden Teleskope meist an Orten fernab großer Städte und Handelsrouten gebaut, etwa in der chilenischen Atacama-Wüste. Allerdings können die Wissenschaftler auch an diesen unberührten Flecken der Lichtverschmutzung aus dem All nicht entgehen. Ein bekanntes Problem ist, dass bei Langzeitbelichtungen von Objekten im All häufig Schlieren auf den Bildern auftauchen - dies sind Leuchtspuren vorbeiziehender Satelliten im Vordergrund.

    Die Forscher um Kocifaj interessierten sich jedoch nicht für einzelne solcher Satelliten. Sie errechneten erstmals, wie groß der Gesamteffekt dieser künstlichen Objekte im All auf die nächtliche Helligkeit ist. Dieses diffuse Leuchten durch die Satelliten bezeichnen die Wissenschaftler auch als "Skyglow"-Effekt, der sich ähnlich wie die Milchstraße etwas heller vom Nachthimmel abhebt. Gemessen wird die Lichtstärke in der Einheit Candela, ein ungetrübter Nachthimmel hat aufgrund natürlicher Strahlungsquellen etwa ein Level von 200 Mikro-Candela. Laut den Forschern erhellen die Flotte aus Satelliten und die Trümmerwolke aus Weltraumschrott zusammen den Nachthimmel um bis zu 20 Mikro-Candela pro Quadratmeter, eine Steigerung um etwa zehn Prozent. Dieser Wert wurde 1979 von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) als Grenze bestimmt, die bei astronomischen Beobachtungen nicht überschritten werden sollte. Die neue Studie wirft also die Frage auf, ob dies noch irgendwo auf der Welt einzuhalten ist.

    Die Situation dürfte sich mit dem Aufkommen sogenannter Mega-Konstellationen von Satelliten weiter verschärfen. Unternehmen wie Space-X haben angekündigt, Zehntausende Satelliten in die Erdumlaufbahn zu befördern, um schlecht angebundene Regionen ans Internet anzuschließen. 240 Mini-Satelliten hat die Firma allein im März ins All gebracht. Ein Bericht der IAU an die Vereinten Nationen warnt, dass die Mega-Konstellationen bis zu 40 Prozent der Aufnahmen einiger Teleskope unbrauchbar machen könnten.

    Süddeutsche Zeitung

    Du sollst nicht stehlen....,
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  • Kein dunkler Ort mehr auf der Erde
    Unerwartet hohe Lichtverschmutzung durch diffuse Reflexionen von Satelliten

    Orbitales Streulicht: Die diffusen Reflexionen von Satelliten und Weltraumschrott tragen überraschend viel zur irdischen Lichtverschmutzung bei, wie eine Studie nun aufdeckt. Demnach hellt dieses orbitale Streulicht unsere Nächte um mindestens zehn Prozent auf – und das weltweit. Das hat zur Folge, dass es schon jetzt keinen absolut dunklen Ort mehr auf der Erde gibt. Durch die geplanten Mega-Konstellationen fürs Satelliten-Internet werde dieses Problem schlimmer, warnen Astronomen. Schon jetzt leben mehr als 80 Prozent der Weltbevölkerung unter einem anomal hellen Nachthimmel, denn die künstliche Beleuchtung und ihr Streulicht hellen die Dunkelheit auf. Auch in Deutschland gibt es fast keine dunklen Gebiete mehr. Bei uns und weltweit nimmt die Lichtverschmutzung zudem immer weiter zu, wie Messungen belegen. Die Aufhellung der Nächte behindert nicht nur die astronomische Himmelsbeobachtung, sie stört auch die innere Uhr von Mensch und Tier.

    Nächtliches Streulicht aus dem Orbit Doch wie sich nun zeigt, sind irdische Lichtquellen nicht die einzigen Verursacher der nächtlichen Lichtverschmutzung. Auch Satelliten und größerer Weltraumschrott im Erdorbit können die Nächte aufhellen. Der Grund: „In diesen Höhen bleiben auch Weltraumobjekte auf der Nachtseite der Erde vom Sonnenlicht angestrahlt“, erklären Miroslav Kocifaj von der Comenius Universität in Bratislava und seine Kollegen. „Dadurch erscheinen diese Objekte in Teleskopaufnahmen als helle Streifen.“ Neben diesen punktuellen Signaturen verursacht die diffuse Reflexion des Sonnenlichts an den Satelliten aber auch Streulicht. Bei knapp 3.400 aktiven Satelliten und zehntausenden größeren Weltraumschrott-Teilen könnte dieses orbitale Streulicht ausreichen, um die Dunkelheit der Nacht aufzuhellen. Ob das der Fall ist und wie stark, war bislang aber unbekannt. Deshalb haben Kocifaj und sein Team diese orbitale Lichtverschmutzung nun erstmals genauer untersucht. Auf Basis der bekannten Zahl und Größe orbitaler Objekte kalkulierten sie in ihrem Modell, wie viel Sonnenlicht im Schnitt von einem solchen Objekt reflektiert wird und welcher Anteil davon als Streulicht in Richtung Erde gelenkt wird.

    Über der kritischen Schwelle Das Ergebnis: Allein die schon existierenden Satelliten und orbitalen Schrottteile hellen die Nacht im Schnitt um rund 16 bis 20 Mikrocandela pro Quadratmeter auf. „Diese Lichtmenge entspricht rund zehn Prozent der natürlichen Helligkeit der Nacht und liegt damit über der kritischen Schwelle, die die International Astronomical Union (IAU) 1979 als akzeptable Obergrenze für die Lichtverschmutzung an astronomischen Standorten eingestuft hat“, erklären die Forscher. Und das wahre Ausmaß der orbitalen Lichtverschmutzung könnte sogar noch größer sein. Denn für ihre Berechnungen haben Kocifaj nur die bekannten Satelliten und Schrotteile berücksichtigt. „Aber längst nicht alle orbitalen Objekte sind bisher identifiziert, so dass ihre Zahl noch deutlich höher sein könnte“, erklären sie. „Unsere Schätzungen sind daher nur die untere Grenze.“ „Rote Linie“ für die Astronomie überschritten? Das aber bedeutet, dass der Nachthimmel selbst fernab von irdischen Lichtquellen inzwischen heller ist als er sein dürfte. „Anders als die bodenbasierte Lichtverschmutzung ist dieses diffuse Licht von einem Großteil der Erdoberfläche sichtbar“, erklärt Koautor John Barentine von der International Dark-Sky Association. Einen wirklich dunklen Ort gibt es demnach nirgendwo mehr, weil Satelliten und Weltraumschrott fast den gesamten Globus umgeben. Für viele astronomische Observatorien könnte daher schon jetzt eine „rote Linie“ überschritten sein, ab der die orbitale Lichtverschmutzung Beobachtungen erschwert. „Astronomen errichten ihre Observatorien fernab der Städte um einen möglichst dunklen Himmel zu haben, aber diese Form der Lichtverschmutzung erreicht auch diese Orte“, so Kocifaj. Hinzu kommt, dass das Team nur den sichtbaren Wellenbereich des Licht untersucht hat – wie stark beispielsweise Infrarotbeobachtungen gestört werden, ist noch unbekannt. Satelliten-Internet wird das Problem verstärken Doch es wird noch schlimmer: Durch die geplanten Mega-Konstellationen von tausenden neuer Satelliten für ein orbitales Breitband-Internet könnte sich diese Form der diffusen Lichtverschmutzung noch deutlich verstärken, warnen die Astronomen. Schon jetzt sind die Lichtpunkte und hellen Streifen der Satelliten von Starlink, Amazon, OneWeb und Co am Himmel sichtbar und stören die astronomischen Beobachtungen. Wenn in naher Zukunft wie geplant zehntausende dieser Minisatelliten im erdnahen Orbit kreisen, werden ihre Reflexionen auch den Nachthimmel entsprechend stärker aufhellen. „Unsere Resultate legen nahe, dass dann weit mehr Menschen als nur die Astronomen den Anblick des nächtlichen Himmels verlieren“, sagt Barentine. Er hofft, dass ihre Ergebnisse dazu beitragen, dass auch die Satellitenbetreiber nach Wegen suchen, diesen Trend einzudämmen.

    (Monthly Notices of the Royal Astronomical Society, 2021; doi: 10.1093/mnrasl/slab030)
    Quelle: International Dark-Sky Association

  • Ich zitiere mal nicht!

    Ich bin der Meinung, ganz von der Hand zu weisen ist das Thema nicht!

    Fahre mal ins Oberallgäu ins Mitsubishi-Museum (Achtung Schleichwerbung) :TT !

    Dort sieht der Himmel ohne Wolken völlig anders aus, als bei uns. Der nächtliche Anblick ist schon faszinierend.

    Wie viel Sterne der Himmel doch zu bieten hat, wenn man sie ohne Fremdlicht sehen kann!

    Dazu dann ein :schluck einfach schön :nick

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