Wer hat Schuld wenn die Assistenzsysteme einen Unfall verursachen?

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  • Immer mehr Assistenzsysteme sind in modernen Autos verbaut ob man das will oder nicht dazu kommt das immer mehr Vorschrift werden und auch nicht mehr abschaltbar sind. Aber was ist wenn sie einen Fehler machen und damit einen Unfall verursachen?

    Der Spruch: "Wer Auffährt ist schuld." gilt schon ewig nicht mehr denn man darf auch nicht Grundlos eine "Gefahrenbremsung" machen. Kommt es dann zu einem Unfall bekommt man evtl. nicht gleich die ganze Schuld aber wenn es hart auf hart geht kann es problemlos auf 50/50 hinaus laufen.

    Zum Glück hat es mich Persönlich nicht getroffen aber ich kenne einige Fälle nun aus erster Hand was so passieren kann.

    Da wird jemand auf der Autobahn geschnitten, das Auto macht eine "Notfallbremsung" und der Hintermann schafft es trotz erheblich mehr als dem "gesetzlichen Mindestabstand" nicht mehr einen Unfall zu vermeiden. -> In dem Fall hatte er Glück, denn er ließ seine Bremsspur vermessen und in den Unfallbericht eintragen das er genug Abstand hatte.

    Nun der andere Fall das jemand durch eine Ortschaft fährt und das Auto einfach so ohne erkennbaren Grund eine "Notfallbremsung" macht. Auch hier schafft es der Hintermann nicht mit seinem LKW den Unfall zu vermeiden. -> Allerdings hatte der durch seine erhöhte Position auch eine sehr gute Sicht und konnte auch keinen Grund für die Vollbremsung ausmachen, was auch so im Unfallbericht steht.

    Jetzt ist die Frage nach der Schuld schon mal offen. Wer bekommt jetzt die Schuld? Vor allem wenn die Versicherung des LKW sich streitet und die Schuld abweist.
    Kann man denn irgendwie beweisen das der Kollisionsassistent gebremst hat und man selbst nur noch Passagier war?

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    Demokratie ist eine Regierungsform, welche die Anordnung einiger Korrupter durch die Beschlüsse vieler Inkompetenter ersetzt.
    George Bernard Shaw


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  • Ich kenne das von einigen Suzukis, was dort innerorts beschrieben wird. An einen Fall kann ich mich besonders gut erinnern:
    Die Dame hatte auf ihrem Arbeitsweg immer an der gleichen Stelle, dass der Wagen dort eine Notbremsung machte. Laut Fehlerspeicher, Daten-Log und Kalibrierung war alles in Ordnung. Wir haben das "DCBS-System" (Dual Camera Brake Support) neu kalibriert, die Kundin wieder losgeschickt.
    Nach einer Woche kam diese wieder - Problem trat weiterhin auf.
    Dann sind ein Kollege und ich mit 2 Fahrzeugen (ich in ihrem, der Kollege in einem identischen Vorhführwagen) die Strecke mehrfach abgefahren - mehrfach Schlug das System an - ohne erkennbaren Grund. Leider konnten wir mit der Software einer Vertragswerkstatt auch nicht so tief in das System gehen - sprich, herausfiltern, was den Notbremsassisten ausgelöst hat, war nicht möglich.

    Auf Anfrage hatte uns Suzuki dann mitgeteilt, dass das DCBS-System so konzipiert sei, dass es eher zu häufig als zu wenig bremst, auch wenn dadurch Auffahrunfälle herbeigeführt werden würden. Die Haftungsfrage wurde nicht beantwortet - selbiges von Mazda und Mitsubishi, nebenbei.

    Es gibt da tatsächlich auch noch kein Gesetz zu, was im Endeffekt bedeutet, dass jeder einzelne Fall vor Gericht landen wird...

  • ...
    Kann man denn irgendwie beweisen das der Kollisionsassistent gebremst hat und man selbst nur noch Passagier war?

    Man selber wird es nicht beweisen können, wie denn auch?

    Kommt drauf an ob der Wagen sowas mitloggt, wenn ja könnte man sowas Problemlos auslesen.

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