Das Ende der Handschaltung ?

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  • Daimler nur noch mit Automatik

    Weg mit dem Knüppel! Die Handschaltung stirbt aus und das ist gut so


    Schönen Gruß vom Getriebe: Ich bin dann mal weg! Daimler nimmt als einer der ersten Hersteller das Schaltgetriebe aus dem Programm. Im Zuge der Elektrifizierung ist es ohnehin eine bedrohte Art. Haben wir Grund zum Trauern? Ein Kommentar.

    Meine erste Begegnung mit der Gangschaltung war keine Liebesbeziehung: Der harzige 75 PS-Dieselmotor meines Fahrschul-Autos, einMercedes190 D, wollte mit einem Viergang-Getriebe bei Laune gehalten werden. Immer wieder überraschte es den Fahrlehrer, dass man selbst einen Diesel abwürgen kann. Umso triumphaler das Gefühl, als ich endlich im vierten und letzten Gang auf der Autobahn erstmals 160 km/h fuhr (mehr ging auch nicht), wofür der Benz gefühlt die Distanz einer durchschnittlichen Atlantik-Überquerung brauchte.


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    Die Gangschaltung ist eine aussterbende Art

    Heute haben Autos mindestens fünf, meistens sechs und manchmal - wie beider Corvetteoder beimPorsche 911- sogar sieben Gänge. Wenn sie überhaupt noch welche haben. Denn das Spiel zwischen Kupplung und Ganghebel, das Fahrschülern- und lehrern seit Generatonen gleichermaßen Geduld abverlangt, hat bald ausgespielt. Daimler, traditionell ein Verfechter der gemütlichen Automaten-Gangart, will künftig ganz auf Handschalter verzichten und nur noch Fahrzeuge mit Automatik- oder Doppelkupplungsgetriebe bauen. Die allermeisten Kunden lieben den Automatik-Komfort, in der Premium- und Oberklasse von Daimler,AudioderBMWsind Handschalter ohnehin die Ausnahme oder bereits jetzt Geschichte. Ein 5er BMW mit Schaltgetriebe ist beim Wiederverkauf auch nicht gerade ein Käufer-Magnet.

    Mit dem Elektroauto verschwindet der Schalthebel

    Es gibt noch einen weiteren Grund, weshalb das Rühren im Getriebe bald nur noch inGebrauchtwagenund in den kommenden Jahrzehnten nur noch bei Oldtimern erforderlich ist: das Elektroauto. Stromer können zwar noch ein Getriebe mit mehreren Stufen haben - der Porsche Taycan etwa hat eins, wobei trotzdem automatisch geschaltet wird - doch die meisten sind stufenlos. Auch Plug-In-Hybridmodelle sind immer mit automatisierten Getrieben verknüpft. Jedes verkaufte Elektro- oder Hybridauto bringt damit den klassischen Ganghebel einen Schritt näher zum Rentenalter.

    Das Ganze wird eine Kettenreaktion auslösen: Immer weniger Fahranfänger werden künftig überhaupt noch lernen, mit einem Schaltgetriebe umzugehen, folglich werden die Getriebe immer schneller verdrängt und auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt immer schlechter verkäuflich.

    Spaß am Schalten verschwindet - fast!

    Bleibt die Frage: Sollte man dem Gefummel am Hebel nachtrauern? Eher nicht. Natürlich macht das selbstbestimmte Sortieren der Gänge bei manchen Autos einen Heidenspaß. Wer fährt nicht gerne einen klassischen BMW-Sechszylinder oder einen Porsche Boxster, bei dem man mit knackigen Schaltzügen den natürlich aspirierten Motoren mit passender Soundkulisse die richtigen Drehzahlen gönnt? Doch sind wir ehrlich: Genau auf solche Spaß-Fahrten mit seltenen Sportwagen oder Old- und Youngtimern beschränkt sich ja die Faszination am Selberschalten. Bei 99 Prozent aller Autofahrten auf Stau-geplagten Autobahnen oder im Kriechgang durch die Baustellen-Hölle deutscher Innenstädte dankt man den Ingenieuren auf Knien für die Entwicklung des Automatikgetriebes. In Verbindung mit neuen Abstands-Tempomaten und automatisierten Fahrfunktionen wird es noch komfortabler und sicherer.

    Weniger Schalten, mehr Fummeln am Handy?

    Doch Moment, eine Sache gibt es da, die mit dem Automatik-Trend tatsächlich schlimmer und nicht besser geworden ist: Das ewige Fummeln am Smartphone während der Fahrt wird natürlich begünstigt, wenn man die Hände dafür frei hat. Die mangelnde Aufmerksamkeit muss dann wieder ausgeglichen werden durch noch mehr Technik, etwa Notbremssysteme.

    Doch es bleibt dabei: Schönen Gruß vom Getriebe - ich bin dann mal weg. In Nischen wird sie uns wohl erhalten bleiben, BMW oder Porsche zum Beispiel schwören in ganz wenigen Modellen immer noch darauf und wer weiß, vielleicht wird das manuelle Getriebe ja in bestimmten Sportwagen-Sparten eine Art Statussymbol und ein teures Extra für Fans. Und auch die meisten Oldtimer-Fans werden fleißig weiter die Gänge in Eigenverantwortung wechseln.


    https://www.focus.de/auto/ratg…Y-gU5Tq8RMF442_prGwn1pIQw


  • Zwei meiner drei PKW's schalten automatisch und sie machen das in jedem Betriebszustand sehr gut.

    Man lebt nur kurz und einmal!


    Der aktuelle Fuhrpark:
    Mitsubishi Galant E30 2.0 GLSi deluxe
    MB E350 CDI Coupé AMG-Line_________________MB SLK200
    Honda VT 750 C2 (RC44)_____________________D-Sign Excalibur S1

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