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Alex27289

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Mittwoch, 20. Juli 2016, 18:59

Kältemittelfüllung Klimaanlage selber prüfen

Da ja hier viele selber gern schrauben und ich gelernter Kälte bin, dachte ich mir dass man im Forum mal zum Thema Klimaanlage ein HowTo zur groben Prüfung der Füllmenge machen könnte :nick wird ja jetz auch Sommer

Zu aller erst sollte man dafür zu 2. sein, spätestens wenn man E-Gas hat da der Motor im warmen Zustand auf knapp 2000rpm (Diesel 1500-1750rpm) gehalten werden sollte. Die Außentemperatur sollte mindestens 25°C betragen, wobei 20°C auch noch iO sind.

Man beginnt mit dem Starten des Motors, stellt den Innenraumlüfter auf höchste Drehzahl sowie die Temperatur so niedrig wie möglich und schaltet die Klimaanlage dazu. Nun sollte man die Motorhaube öffnen und wissen welche die Kältemittelleitungen sind :pp

Die dicke Leitung die von der Spritzwand zum Klimakompressor verläuft, ist die Sauggasleitung, die die parallel von der Spritzwand nach vorn Richtung Kühler verläuft, ist die Flüssigkeitsleitung - ist auf dem weg bis zum Kühler noch eine Blechdose, dann ist dies der Sammlerfiltertrockner, dieser hat im Idealfall oben drauf ein kleines Schauglas, dies sollte geputzt werden! Es kann natürlich auch sein, dass dieses Schauglas zwischendrin in der Leitung ist.

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Wenn das nun alles fest steht, kann man die Motordrehzahl erhöhen und sollte mindestens1 Minute warten bevor man die Überprüfung beginnt. Die Lüfter am Kühler sollten nun wenigstens immer mal wieder laufen, die dünne Leitung Handwarm oder wärmer sein, und die dicke Leitung Schön kalt mit idealerweise Kondenswasser dran. Wenn dies der Fall ist, sollten sich keine Bläschen im Schauglas zeigen und dies „leer“ und vom Hintergrund glänzend erscheinen, leer deshalb weil nur noch Flüssigkeit drin ist, ist es leer und matt im Hintergrund oder es sind Bläschen bzw Bewegung zu sehen fehlt Kältemittel, dann sollten die Leitungen aber nicht die beschriebenen gefühlten Temperaturen haben.

Wenn die dünne Leitung warm und die Dicke gefühlt eiskalt ist, dann ist genügend Kältemittel in der Anlage, wenn nicht dann fehlt Kältemittel oder der Kompressor arbeitet nicht richtig, oder..., oder..., oder... - leider gibt es da zu viele Möglichkeiten der Fehler.

Jetz fragt sich vielleicht noch der ein oder andere warum man die Motordrehzahl dazu erhöhen soll :Yp Das Drosselorgan in der Anlage (Thermostatisches Expansionsventil oder Fixed Orifice Tube/Kapillarrohr) ist für so geringe Drehzahl einfach zu groß und lässt zu viel Kältemittel durch, sodass ein Großteil des Kältemittels auf der Saugseite ist, das Kältemittel im "Kondensator" nicht genug Zeit hat sich zu verflüssigen und somit Bläschen im Schauglas zu sehen sind, desweiteren bekommt der Kompressor flüssiges Kältemittel, dieses lässt sich zwar auch komprimieren aber sehr zu Lasten der Kolben, Ventilplatten und Welle :prof

Wenn noch Fragen zu diesem Thema sind, kann gern in der Schrauberecke ein neues Thema aufgemacht werden, dann stehe ich mit Rat und ggfs Tat zur Seite :nick

Gruß Alex

Für den Inhalt, Bildrechte und Anhänge des Beitrages um (Mittwoch, 20. Juli 2016, 18:59 Uhr) liegt die Verantwortung gemäß §7 Abs. 2 TMG , allein beim Verfasser Alex27289.


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Axel

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Mittwoch, 20. Juli 2016, 20:43

Kleine Ergänzung:
Erhöhte Drehzahl ist ca 1200 RPM.
In KFZ sind üblicherweise Taumelscheibenkompressoren verbaut. Oder Kompressoren mit variablem Fördervolumen.
Die nivellieren die Förderleistung nach Drehzahl.

Wenn die dicke Leitung vereist, heisst das nicht dass es gut ist. Dann fehlt Kältemittel im Anfangsstadium.
Dann vergast das Kältemittel vor dem Expansionsventil ungeregelt.
Wenn die dicke Leitung nur ganz leicht kühler oder garnicht kälter wird fehlt schon zuviel oder die Anlage hat
sich durch extremen Unterdruck gesperrt.

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Alex27289

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Mittwoch, 20. Juli 2016, 21:29

Danke für die Hinweise, aber in meiner über 5 jährigen Praxis an uA auch KFZ-"Klima"anlagen hat gezeigt dass 1200rpm nicht ausreichen um eine aussagekräftige Beurteilung über die enthaltene Füllung geben zu können, dies ist auch bei Kälteanlagen mit frequenzgeregeltem Verdichter so, bei niedrigen Drehzahlen läuft der Verdichter nass (flüssiges Kältemittel gelangt bis in Verdichter) und im Schauglas sind Bläschen zu sehen obwohl die Anlage korrekt gefüllt ist.
Selbst Taumelscheibenverdichter mit variablen Volumenstrom kommen teilweise mit niedrigen Drehzahlen nicht zurecht und fördern trotz vollem Hub zu wenig Kältemittel sodass der Verdampfer geflutet wird.
Wenn das Innengebläse auf voller Stufe läuft und die Saugleitung vom
Verdampfer kommend vereist, dann liegt es nicht an Kältemittelmangel, sondern an zu geringer Wärmeaufnahme durch verdreckten Verdampfer, verschmutzten Filter oder einfach zu wenig Luftdurchsatz :prof
Bei Kältemittelmangel vereist die Leitung nur, wenn der komplette Verdampfer vereist ist, sonst ist so viel Wärmelast vorhanden dass das Sauggas Innenraumtemperatur erreicht und so die Leitung garnicht erst kalt wird :nick

Für den Inhalt, Bildrechte und Anhänge des Beitrages um (Mittwoch, 20. Juli 2016, 21:29 Uhr) liegt die Verantwortung gemäß §7 Abs. 2 TMG , allein beim Verfasser Alex27289.


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